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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 119

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 119 (sequence 142)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5250-3481395
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hineingetrieben, für die ich nicht das Wort gebrauchen will, das ich schriftlich gebraucht habe, das Wort Panik, aber es ist eine defaitistische Stimmung entstanden. Wenn schon unsere Führer sagen, wir sind schwach und können nicht allein die grossen Aufgaben erfüllen, dann kommen die Massen und sagen, wir sind bankrott, wir werden niemals unsere Aufgaben erfüllen können, wir taugen nichts, unsere Organisation taugt nichts und die Massenbewegung ist nicht die Form der Bewegung, die Erez Israel aufbauen soll. Wenn der Präsident sagt, man muss unsere Reihen verstärken, man muss andere finden, die uns helfen, dann gehen die Anhänger zu den Massen und sagen: Man muss alles aufgeben, um nur Mithelfer zu finden. (Widerspruch.) Man sagt dann, der Kongress sei eine abgelebte Form der zionistischen Bewegung, Erez Israel könne nur ein Komitee bauen, welches mit der Massenbewegung nichts zu tun habe, welches nicht unter dem Einfluss dieser oder jener Menschen steht, die in Warschau, in Lodz oder sonstwo gewählt worden sind. Das sagt man den Massen, das ist die Konsequenz dessen, was der Präsident der Bewegung sagt, und man bringt es so dazu, dass das Prinzip der Verantwortung abgeschafft wird, dass es verworfen wurde und man bereit ist, dieses Prinzip für Illusionen, für ein Blendwerk zu opfern. Bei uns hat maji den Massen gesagt: Wir wissen noch nicht, wie es um die Sache steht, aber Präsident W eizmann wird kommen und wird es uns sagen, wir glauben ihm im voraus. Aber Präsident Weizmann ist gekommen und hat es uns bis jetzt nicht gesagt. Bis jetzt hat er uns nicht gesagt, was er hat, auf wen er rechnet, mit wem er gehen will und wer mit uns gehen wird. Und das ist doch ein wesentlicher Punkt. Wir müssen doch wissen, wofür wir unsere Souveränität aufgeben, vor wem wir abdizieren, vor wem wir kapitulieren wollen. (Rufe: Wir geben unsere Souveränität nicht auf!) Wir müssen wissen, zu wessen Gunsten wir kapitulieren, welche Körperschaften, welche Organisationen mit uns * ehen und auf Grund welcher Bedingungen eine solidarische Verantwortung vorhanden sein kann. Wird es also eine solidarische Verantwortung geben oder nicht? Wird man einer einheitlichen Körperschaft verantwortlich sein oder nicht? Was will der Präsident? Was schlägt er uns vor? Wohin führt er uns? Wenn keine einheitliche Körperschaft, keine einheitliche Verantwortung bestehen wird, dann heisst das: die Zionistische Organisation liquidieren. Stellen Sie sich eine Jewish Agency vor, in weicher ein Teil der Zionistischen Organisation, der andere einer anderen, der dritte einer dritten verantwortlich sein wird, was wird daraus entstehen? Ein Chaos. (Unruhe.) Eine solche Körperschaft kann unter keinen Umständen arbeiten. Jede Kolonisationsarbeit kann nur dann gedeihen, wenn eine gemeinsame solidarische Verantwortung gegenüber einer Körperschaft besteht. Diese Verantwortung müssen Sie feststellen, sonst geht die Verantwortlichkeit unserer Führer vor dem Kongress verloren. Wenn wir, um die Jewish Agency zu schaffen, Teilhaber von nichtzionistischen Kreisen heranziehen, so heisst das vor der Öffentlichkeit, vor der englischen Regierung, vor der ganzen Welt, dass wir allein 119

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