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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 114

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 114 (sequence 137)
Language
German, English, Hebrew
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und real gearbeitet werden. So wie bisher dürfen wir nicht weiter arbeiten, wenn wir die amerikanischen Zionisten in ihrer Arbeit unterstützen und sie nicht entmutigen wollen. Die amerikanischen Juden verfolgen jedes Wort, das hier gesprochen wird, Ein grosser Teil der amerikanischen Zionisten war von Anfang an für eine mehr demokratische Lösung der Frage. Auch heute noch sind die meisten Amerikaner der Meinung, dass der jüdische W! e 11 k o n g r e s s noch einmal kommen wird. Die meisten geben dieses Ziel nicht auf. Dass es sich aber nicht so rasch verwirklichen lässt, hat der Versuch gelehrt der mit dem amerikanisch-jüdischen Kongress gemacht worden ist. Ich glaube nicht, dass die Freunde des jüdischen Weltkongresses es werden riskieren wollen, noch einmal eine solche Farce mitzumachen, wie es die Wahlen für diesen Kongress waren. Der jüdische Kongress kann nur stufenweise gemacht werden. Es hat Jahre gedauert, bis wir unsere Organisation ausgebaut haben. Wie lange wird es dauern, bis wir einen wirklichen, repräsentativen Kongress werden zusammenberufen können, der alle Teile des Judentums vertritt? Man wirft uns vor, dass eine Gefahr darin bestehen wird, dass man die Persönlichkeiten, die man hereinnimmt nicht wieder hinauswerfen kann oder, wenn man sie hinauswirft, dass der Kolonialminister' von England kommen und fragen wird: Warum habt Ihr die hinausgeworfen? Ich weiss nicht, wieso Herr Grün bäum darüber informiert ist, was der Kolonialminister von England in dieser Frage denkt Das ist nur metaphorisch gedacht. Aber es kann eine andere Frage gestellt werden. Es kann die Zionistische Organisation gefragt werden, was sie in den zwei Jahren seit der Bestätigung des Mandats in Ausführung des Artikels 4 getan hat. Im Artikel 4 steht deutlich, dass die Zionistische Agency nur so lange Agency bleibt, als sie von der englischen Regierung als solche anerkannt ist. und dass sie die verschiedenen Schichten des Judentums heranziehen muss. (Widerspruch.) In allen politischen Organisationen und Parlamenten ergibt sich die Notwendigkeit von Koalitionen. Da heisst es nun einmal: Wir werden niemanden heranziehen können, es wird niemand kommen — und dann wieder behauptet man, die Geldjuden werden die Zionistische Organisation eskamotieren. (Ruf: Die Nichtgeldjuden!) Vor den Juden ohne Geld habe ich keine Angst. (Lebhafte Heiterkeit.) Ich will über die Jewish Agency weiter nichts sagen. Nur soviel will ich erklären: Das amerikanische Judentum ist bereit, den Aufbau Erez Israels in immer steigendem Masse zu unterstützen. Das Minimum, das wir in den letzten Jahren gesammelt haben, kann verdoppelt, vielleicht sogar verdreifacht und vervierfacht werden. Das hängt von den Umständen ab. Nichts kann aber so günstig auf Amerika wirken, als wenn von diesem Kongress die Parole des Vertrauens, der Einigkeit und der Autorität unserer Führer ergeht. Es muss eine allgemeine Entwaffnung eintreten, man muss das Misstrauen, das unter den verschiedenen Führern besteht, fahren lassen. Wir müssen von hier aus noch einmal den Ruf ertönen lassen: Wir sind bereit, bei uns alle Juden aufzunehmen, die helfen wollen, Erez Israel aufzubauen. (Lebhafter Beifall.) Wenn wir diese 114

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