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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 98

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 98 (sequence 121)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5229-3481374
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der verschwindet, der zieht sich ins Privatleben zurück, er existiert nicht mehr für die Bewegung. Die Juden aber, die zu den zionistischen Wahlen gehen und eine Erweiterung der Jewish Agency verlangen, das sind nicht die enttäuschten Zionisten, das sind die aktivsten unter uns. Wir sind keine Liquidatoren, wir weisen diese Beschuldigung, energisch zurück. Eine ährfiche Stimmung im Zionismus haben wir bereits vor 25 Jahren erlebt, als die Chowewe Zion vor dem politischen Zionismus erschraken und ihn als Gefahr betrachteten. Das gleiche geschieht jetzt. Es gibt auch jetzt Juden, die kein Verständnis haben für den Drang nach Ausdehnung, den der Zionismus gegenwärtig an den Tag legt. Es gibt solche, die glauben, dass, wenn sich der Zionismus erweitert, er sich auflöst. Es ist unsere Pflicht, dem Drange nach Expansion nachzugeben und ihm nicht den Weg;zu verstellen. Noch etwas hat unsere polnischen Zionisten bewogen, diesen Standpunkt einzunehmen. Wir polnischen Zionisten müssen sagen, dass wir versäumt haben, dem Lande Israels zu zahlen, was wir ihm schulden. Wir haben den Gedanken der nationalen Auflebung in. Palästina zur Genüge ausgebeutet. Wir sind mit ihm in die jüdischen Massen gegangen, wir haben unter seinem Banner für unsere iRechte im Golus gekämpft. Wir haben Schulden gemacht,, von denen das gesamte Judentum Nutzen hat. Und können wir sie nicht allein »zahlen, so müssen wir alle Juden der Welt zur Mitarbeit auffordern. Das ist unsere und ihre Pflicht. (Lebhafter Beifall.) Delegierter Dr. S. Daiches (England, zur Geschäftsordnung): Ich möchte fragen, ob es erlaubt ist, dass wir in der Generaldebatte auch die Frage der Jewish Agency behandeln. Ich verstehe die Generaldebatte dahin, dass sie nur bezüglich der vier Referate, die uns von den Mitgliedern der Exekutive erstattet worden sind, stattfinde und dass über den Weltkongress und die Jewish Agency nach dem Referat des Herrn Dr. Soloweitschik eine eigene Debatte stattfinden wird. Vizepräsident Berlin: Meine Meinung geht dahin, dass die Besprechung der Frage der Jewish Agency auch in diesem Rahmen gestattet ist. Wenn Sie es aber wünschen, so werde ich darüber abstimmen lassen. Delegierter Dr. S. Daiches: Es ist klar, dass, wenn wir jetzt über die Jewish Agency sprechen und dann noch einmal, wir damit sehr viel Zeit verlieren. Vizepräsident Berlin: Ich glaube, dass, nachdem jede Kongressgruppe eine gewisse Redezeit hat, ihr Redner in dieser Zeit sprechen kann, worüber er will. Verlangen Sie die Abstimmung? (Del. Dr. Daiches: Ja!) Wer ist dafür, dass man auch in der Generaldebatte alle Fragen berühren kann, welche der Präsident und die Referenten berührt haben? (Nach Abstimmung:) Die Versammlung ist damit einverstanden. Vizepräsident Izchak Ben-Zwi (den Vorsitz.übernehmend): Das Wort hat Herr Berlin. Mitglied des Actions-Comites Meyer Berlin (Misrachi-Amerika, spricht in hebräischer Sprache) : Meine Vorredner haben die allgemeine Lage geschildert, die uns allen genügend bekannt ist. Wir alle, ob wir Parteigänger gewisser vor- 98

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