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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 96

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 96 (sequence 119)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5227-3481372
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eine starke Exekutive steht, die den Weg weiss und die Bewegung leitet. Wir haben keine ernste Leitung, die ihren Weg kennt, es war im Gegenteil zu fühlen, dass in einer sehr ernsten Zeit, in der Zeit der Krise des Keren fiajessod, als wir ivot einer Katastrophe in Palästina standen, wir in der . Exekutive nicht den Mittelpunkt der Energie fanden, nicht den starken Willen zur Aktion, nicht die Initiative zur Arbeit. Wir anerkennen die Tat des Präsidenten der Organisation, aber in der Exekutive selbst war ein Chaos von Ansichten, ein .persönliches Chaos mit -allen Folgen des Wirrwarrs. Wenn der Zionismus seinen Weg weiter finden soll, müssen wir zu einer starken und homogenen Exekutive gelangen. Die jetzige Situation, wo wir, umgeben von Zerstörung und Verfall, arbeiten, ist eine Folge des Weltkrieges und der Revolutionen: diese Situation und diese Atmosphäre verlangen von uns die Konzentration all unserer Kräfte und wir müssen genug Kraft aufbringen, um der Situation Herr zu werden. Delegierter Dr. Joschua GottHeb (Polen, jüdisch): Geehrter Kongress! Die Landsmannschaft von Kongresspolen hat mir die angenehme Piflicht -auferlegt, unseren Ansichten hinsichtlich der zionistischen Lage, soweit dies in der heutigen Sitzung möglich ist, Ausdruck zu verleihen. Wir haben mit grosser Aufmerksamkeit der Rede unseres Präsidenten und seiner Schilderung der politischen Lage gelauscht, weil schon seit langem unter den polnischen Zionisten Unruhe "herrscht wegen einer ganzen Reihe von Erscheinungen politischer Natur, die unsere Interessen und Rechte in Erez Israel berühren. Es sind *von Seiten der Mandatarmacht politische Akte erfolgt, die interpretiert werden könnten als Attentate auf die Rechte, die uns durch das Mandat zugesprochen, wurden. Wir haben mit grosser Unruhe eine ganze Reihe solcher Akte internationalen Rechtes verfolgt, wie z. B. •die Schaffung der Arabischen Föderation und in gewissem Masse auch in früherer Zeit das Weissbuch. Wir, drei Millionen polnische Juden, wollen dem Gedanken nicht Raum geben, dass bei der englischen R e gi e r un g oder im englischen Parlament die Absicht auftauchen könnte, das zu untergraben; was in den letzten Jahren -gebaut wurde. Wir glauben nicht, dass es der Fall sein könnte, dass die Rechte, die uns gegeben wurden, wieder zurückgezogen werden. Wir bitten1 die Exekutive, es den hundert ehrwürdigen und noblen Herren des englischen Parlaments, welche versuchen, die Balfour-Dekkration zunichte zu machen, klarzumachen, dass dies der g r ö s s t e Pogrom auf das jüdische Volk wäre, der je in der Geschichte vorgekommen ist. (Lebhafte Zustimmung.) Es wäre dies ein Pogrom, der nicht nur unser Vermögen zerstören würde, bei dem nicht nur unser Körper, sondern die jüdische ' Volksseele bluten würde. Wir hoffen, dass dieses Attentat nicht unternommen wird. Wir vertrauen der Vernunft, der Grossmut und Korrektheit des englischen _ Volkes und seiner Vertreter, die sich im jüdischen, Volke populär gemacht haben. Wir hoffen, dass sie ihr Wort halten werden. Denn die erste Quelle unserer Rechte für Erez Israel ist der Wille des jüddscihen Volkes. Und dieses jüdische Volk ist da und lässt 96

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