Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 104)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476280--5212-3481357- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Ind-u.strie.bank — oder die Umgestaltung einer Abteilung der Anglo-Palestine-Company zu einer solchen absolut notwendig ist Diesbezüglich sind von Herrn Dr. R u p p i n Verhandlungen eingeleitet worden, die ich dann selbst in Amerika fortgesetzt habe, und ich glaube, dass — eine unveränderte politische Situation vorausgesetzt— dieses Projekt realisiert werden wird. Die A r b e i t e r b a n k hat sich günstig entwickelt, und es ist durclh die Zusammenarbeit der Direktoren der beiden Institute herbeigeführt worden, dass — obwohl keine genaue Trennung der Arbeitsgebiete vorliegt — sie sich in harmonischer Arbeit gegenseitig ergänzen. Es ist nur zu wünschen, dass alle wirtschaftlichen Institutionen in Palästina gleicherweise in immer engeren Kontakt geraten und sich gegenseitig ergänzen, denn das Land und die Wirtschaft sind gegenwärtig viel zu klein, als dass finanzielle Institute, die dasselbe Ziel verfolgen, nebeneinander ohne Verständigung arbeiten könnten. Die Gesellschaften, deren Aufgabe es ist, die Elektrifizierung Palästinas durchzuführen, sind in ein entscheidendes Stadium getreten. Beide Konzessionen, sowohl die grosse Konzession für das Jordangebiet als auch die kleinere Konzession für Jaffa, die sogenannte Audja-Konzession, sind von Rutenberg an die nunmehr konstituierten Gesellschaften übertragen worden. Sie wissen, dass die kleinere der beiden Gesellschaften, die in Jaffa, bereits arbeitet, unter grossen Schwierigkeiten allerdings, vielfach bekämpft, vor allem politisch. Aber sie arbeitet. Wir glauben, dass täglich mehr bei den arabischen Nachbarn die Einsicht reifen wird, dass es klüger ist, sich dieser, nicht nur den Juden, sondern allen zur Verfügung stehenden Kraft zum Aufbau des Landes zu bedienen, als aus chauvinistischen Gründen sie zu bekämpfen. Die Gesellschaften sind dabei, weitere kleine Stationen zu errichten, unter gleichzeitiger Inangriffnahme der Vorbereitungen für das eigentliche grosse Wasserwerk. Im Gegensatz zum Problem der Kraft hat das andere grosse Problem Palästinas, das Problem des Hafens, real keine Fortschritte gemacht. Aber eines ist im Augenblicke klar: Wenn nicht eine weitgehende Aenderung in der Gesinnung der Regierung eintritt, so steht es fest, dass der Bau dieses Hafens vollkommen der Privatinitiative überlassen bleiben wird, da die palästinensische Regierung offenbar weder geneigt noch in der Lage ist, diesen Hafenbau vorzunehmen. Deshalb ist auch die Frage, die in Palästina die Gemüter so lebhaft beschäftigt, ob dieser Hafen nach Jaffa oder Haifa kommt, offengelassen, denn es wird Sache derjenigen Gruppe sein, die bereit ist, überhaupt den Hafen zu bauen, zu beschliessen, ob sie den Hafen an der einen oder an der anderen Stelle bauen wird. Für uns besteht kein Zweifel, dass man erst mit der Inangriffnahme und dem Bau des Hafens davon wird sprechen können, dass 6 81