Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 101)
- Language
- German, English, Hebrew
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unterstützt ist. Ich kann daher nur 3en Antrag bezüglich der Dreiteilung der Generaldebatte zur Abstimmung bringen. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag ist a b g e 1 e h n t. Wir fahren somit in unserer Tagesordnung fort. (Del. Locker: Was ist es mit meinem Antrag?) Ueber den kann ich erst dann abstimmen lassen, wenn Sie die 30 Unterschriften aufbringen. Das Wort hat Herr Dr. Halpern. Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr. Georg Halpern (mit lebhaftem Beifall begrüsst): Verehrter Kongress! Ich glaube, dass es zweckmässig ist, dass die einzelnen Referenten, die von der Exekutive bestellt wurden, sich möglichst kurz fassen, um Ihren Debatten dann einen umso grösseren Raum übrig zu lassen. Ich kann dies umso mehr, .als alles Tatsächliche, was ich Ihnen hier mitzuteilen hätte, in unseren ausführlichen Berichten gedruckt vorliegt, und ich möchte Ihnen dringend empfehlen, diese Berichte, die ein sehr zuverlässiges und ausführliches Material enthalten, nicht nur zu lesen, sondern auch zu studieren. Sie werden dann in die Lage kommen, zwar auch noch an sehr vielem Kritik zu üben, aber Sie werden es dann tun in Kenntnis der Tatsachen, was. die Diskussion einigermassen erleichtert. Ich möchte hier nur einige skizzenhafte Bemerkungen aus dem Gebiete der Tätigkeit des Wirtschaftsrates und unserer wirtschaftlichen Institutionen machen. Zunächst eines. Eine wesentliche Funktion, die dem Finanz- und Wirtschaftsrate zugedacht war, konnte er nicht erfüllen, und es wird Aufgäbe dieses Kongresses bei der Aufstellung neuer Organisationsformen für die zukünftige Arbeit sein, ein Korrektivum dahin anzubringen, dass dieser Teil der Arbeit, der uns zugedacht war, wirklich erfüllt werden kann, das ist: die Kontrolle der Sachlichkeit der Ausgaben in Palästina. Ich halte es für unsere Pflicht, Ihnen zu erklären, dass wir nach dieser Richtung hin kaum etwas haben tjun können. Es lassen sich solche Dinge aus der Entfernung nicht machen. Das ist etwas sehr Wesentliches, denn das deutet darauf hin, dass wir dafür sorgen müssen, dass unseren Arbeiten in Palästina auf diesem Gebiete diejenigen Kräfte zur Verfügung stehen, die für dieses Arbeitsgebiet geeignet sind, denn nur sehr wenig kann von London oder von sonstwo ausserhalb Palästinas dafür getan werden. Nun gestatten Sie mir einige Worte über die wirtschaftliche Situation mehr prinzipieller Natur, und zwar, deshalb, weil ich vor Ihnen verantwortlich bin — zusammen mit meinen Kollegen, aber in erster Reihe persönlich — für alle diejenigen Dinge, die mit dem Kreditwesen in Palästina zusammenhängen, und Sie wissen es, dass auf diesem Gebiete zahlreiche Klagen erhoben worden sind und vielfach die Ansicht vertreten wurde, dass schon innerhalb der Mittel, die uns zur Verfügung stehen, die von uns angewendeten Kreditmethoden nicht die richtigen sind und dass deshalb nicht der grösste Nutzeffekt herbeige- 78