Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 98)
- Language
- German, English, Hebrew
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Land bekommt, die Gruppen zur Wahl schreiten und die Delegierten auf dem Wege des Proportionalwahlrechtes gewählt werden. Das würde ein deutliches Bild der wirklichen Stärkeverhältnisse der verschiedenen Gruppenergeben. Es sind hierzu interessante Sondervorschläge gemacht worden, auf die ich hier nicht näher eingehen kann, wir werden aber darauf in der Kommission zurückkommen. Dies sind die Fragen, die nach meiner Ansicht von diesem Kongresse entschieden werden müssen. "Damit darf ich meinen Bericht abschliessen über den Stand der Organisation, über die Arbeiten unseres Organisationsdepartements in den letzten Jahren und über die organisatorischen Probleme, die Ihrer Entscheidung harren. Sie haben gesehen, dass ich auf das grosse Organisationsproblem der Zukunft, die Frage der J e w i s h Agency nicht eingegangen bin. Darüber wird ein spezielles Referat erstattet werden, und darum ist es auch nicht die Absicht des Präsidiums, dass in der folgenden Generaldebatte schon über das Problem der Jewish Agency gesprochen werden soll. Es ist selbstverständlich, dass die Entscheidung über diese Frage von einer tiefgehenden Wirkung auf die Zukunft der Organisation sein muss, weil die Funktionen der Zionistischen Organisation andere als bisher sein werden, wenn die Palästinaaufbaufunktionen von einer neuen Körperschaft übernommen werden. Es ist klar, dass dies von tiefgehender Wirkung auf die Gestaltung unserer organisatorischen Verhältnisse sein muss, und ich bin überzeugt, dass der Kongress vor der Entscheidung dieser Fragen auch diese Rückwirkung ernsthaft prüfen wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Berl Locker (Poale Zion-Polen, spricht jüdisch): Ich bin von meinen Freunden beauftragt, zwei Anträge auf Aenderung der Tagesordnung zu stellen. Vizepräsident Motzkin: Ein solcher Antrag muss von wenigstens 30 Delegierten unterschrieben sein und den sonstigen Bedingungen der Geschäftsordnung entsprechen. Delegierter Dr. Emil Margulies (Tschechoslowakei, deutsch): Nach der Geschäftsordnung können Abänderungen der „Tagesordnung bis zur zweiten Sitzung beschlossen werden, wenn sie von 30 Mitgliedern beantragt werden. Ein solcher Antrag liegt hier vor. Vizepräsident Motzkin: Es wird nicht eine Abänderung der Tagesordnung vorgeschlagen, sondern es wird nur beantragt, dass die Debatte in drei Teile geteilt werden soll. Bezieht sich der Antrag auch auf die Referate? (Del. Locker: Ja!) Delegierter Dr. Margulies: Auch wenn der Antrag sich nur auf die Debatte beziehen würde, würde dies eine Aenderung der Tagesordnung bedeuten. Delegierter Locker: Wh haben zwei Vorschläge eingebracht: erstens den Vorschlag, dass man die Berichte der Exekutive teilen und über die 75