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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 68

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 68 (sequence 91)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5199-3481344
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angesichts der jetzigen Verhältnisse für richtig ^halten, ein hebräisches Zentralorgan in Berlin herauszugeben, so' sollten wir es komplettieren. durch ein anderes, vielleicht bescheideneres englisches Organ in London, durch das wir zu der westlichen Welt und zu den amerikanischen Freunden sprechen könnten. Niemand kann mehr als "ach die Lücken empfinden, die das Fehlen eines solchen Organes verursacht, aber es waren die Verhältnisse in London, die bestehenden Schwierigkeiten und vor allem der Mangel an Mitteln und an Menschen, die es verhindert haben, ein solches Organ herauszugeben. Ein anderer Mangel bestellt darin, dass wir wiederum aus Mangel an Kräften nicht imstande waren, den Kontakt mit unseren verschiedenen zionistischen Verbänden so enge zu gestalten, wie wir es eigentlich hätten wünschen müssen. Ich bin an sich kein Freund der Bevormundung der zionistischen Verbände. Wir dürfen in unserer Zentralverwaltung nie vergessen, dass alles auf freiwilliger Mitarbeit beruht. Wir dürfen uns nicht in die Lage einer Regierung denken, die mit Hilfe der Gesetzgebung, des Zwanges und der Steuerexekutoren vorgeht. Wir müssen die Kunst verstehen, mit unseren Verbänden so zu verkehren, dass auf dem Wege freiwilliger Mitarbeit Leistungen vollbracht werden und freiwillig Disziplin "geübt wird. Aber dazu ist der engste freundschaftliche Kontakt zwischen der Exekutive und den Verbänden notwendig, und um ihn herzustellen, müssten noch viel mehr Reisen unternommen werden, als schon jetzt unternommen werden, müssten noch viel mehr Emissäre der Zentralverwallung nach den verschiedenen Ländern gehen. Sie wissen, dass schon jetzt die Mitglieder der Exekutive übermässig durch Reisen in Anspruch genommen sind, dass sie viel mehr propagandistische Arbeit leisten, als sie leisten dürften, weil wir eben nicht die vielen Kräfte in der Verwaltung haben, um diesen Teil der Arbeit zu ^eisten. Wiederum sind dies Mängel, die mit der verhältnismässigen Enge und Dürftigkeit unserer jetzigen Verhältnisse in London zusammenhängen. Zum Teil 'hängt aber auch unsere Untätigkeit auf publizistisch-propagandistischem Gebiete damit zusammen, dass dieser Teil unserer Arbeit in sehr starkem Ausmasse vom Keren Hajessod übernommen worden ist. Dieser hat sich seinen eigenen Publizitäts- und Propagandaapparat geschaffen. Die- Exekutive mit ihren nicht vorhandenen Mitteln konnte sich nicht daneben auch nur einen annähernd gleichen Apparat schaffen, und so ist es gekommen, dass in einem bedauerlichen Masse sich die Exekutive in organisatorischer Hinsicht bereits auf die formellen organisatorischen Aufgaben zurückziehen musste, während das viel dankbarere und viel fruchtbarere Gebiet der Publizistik und Propaganda für Palästina, des Entsendens von Rednern und Agitatoren, kurz, die ganze lebendige propagandistische Arbeit auf den Keren Hajessod überging. Ich bin der Meinung, dass dies einer der Gründe ist, 68

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