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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 67

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 67 (sequence 90)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5198-3481343
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aber doch um eine Arbeit, die notwendig ist zur Aufrechterhaltung und Ausbreitung unserer Organisation, und dass wir mit den Kräften, die wir hatten, das möglichste zu tun versucht haben. Ich will aber gleiah bemerken, dass wir uns selbst vollständig klar sind, wo die Lücken in unserer Arbeit zu finden sind, und ich will selbst auf einige dieser Lücken hinweisen. Der Mangel an Mitteln und Kräften, an'dem wir in unserer Londoner Zentralverwaltung leiden, hat uns zu grösster Sparsamkeit gezwungen. Nun ist Sparsamkeit an sich sehr gut, und ich stehe auf dem Standpunkt, dass es einer öffentlichen Verwaltung im allgemeinen nicht schadet, wenn sie durch die Notlage zur Sparsamkeit gezwungen wird. Es ist heute in allen Ländern eine Bewegung vorhanden, die überall stark angeschwollenen Beamtenscharen abzubauen und die in den Kriegsjahren sehr angewachsenen Verwaltungskörperschaften auf ein kleineres Mass zurückzuschrauben, Wir haben eine ähnliche Bewegung bei uns im Zionismus gehabt. Man hat eine Zeitlang darüber geklagt, das-s wir eine zu grosse Verwaltungskörperschaft haben. Wir sind durch die Geldnot zur Sparsamkeit gezwungen worden, denn seit dem Jahre 1920 wird ja der grosse Fonds, den wir für Palästina sammeln, der Keren Hajessod, ganz getrennt verwaltet, und die Londoner Zentralverwaltung hat eigentlich an dauernden Eingängen nur Schekelgelder zur Verfügung gehabt -und gewisse Restbeträge aus älteren Fonds. Mit Hilfe dieser Restbeträge, der Einkassierung alter Schulden und der Aufbringung kleinerer Beträge für den Goldenen Schekel ist es uns mühsam gelungen, unseren Zentralverwaltungsapparat zu erhalten, aber nur indem wir uns zur grössten Sparsamkeit gezwungen haben. Sie können aus unserem gedruckten Berichte in dem Teile, der den Titel „Verwaltung" führt, sehen, wie in den letzten drei Jahren der Beamtenstab unseres Londoner Bureaus ständig reduziert worden ist. Aber die Sparsamkeit hat auch eine gewisse Grenze, und mir scheint, es ist schon beinahe die Grenze überschritten, wo die Konsequenz der Sparsamkeit dazu führt, dass die früheren Leistungen zurückzugehen anfangen. Wir sind tatsächlich heute so weit, dass wir viele dringende wichtige Arbeiten auf organisatorisch-propagandistischem Gebiete nicht leisten können und bewusst nicht in Angriff nehmen, weil uns die Geldmittel und die Menschenkräfte fehlen, um diese Arbeit zu tun. Insbesondere vermisse ich zweierlei bei uns. Ich vermisse das Zentralorgan in London, das notwendig ist, damit die Exekutive nicht zur Stummheit verurteilt bleibt, das Zentralorgan, mag es in der einen oder anderen Sprache erscheinen, jedenfalls das Zentralorgan, durch das die Exekutive wenigstens einmal wöchentlich zur gesamten zionistischen Welt sprechen kann und zum geistigen Sammelpunkt der Bewegung wird. Der „Haolam" in Berlin, so sehr ich auch dessen Herausgabe begrüsse, kann aus technischen Gründen nicht allein das Zentralorgan der Bewegung sein, und wenn wir es 5* 67

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