Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 84)
- Language
- German, English, Hebrew
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englischen Pfund von 8312 Pfund 3 Shilling 7 Pence. Das war ein kongressloses Jahr. In diesem Jahre, dem Kongressjahr, können wir das Ergebnis unserer Schekelsammlung noch nicht vollständig übersehen, da, wie Sie ja wissen, viele Schekelabrechnungen während des Kongresses und nach dem Kongress eingehen und die Geldbeträge bis zum Ende des Jahres uns überwiesen werden. Wenn Wir uns aber an die vorläufigen Resultate halten, so haben wir folgendes mitzuteilen. Es wurden wieder über 1,000.000 Schekelquittungen in der ganzen Welt verteilt, und verkauft wurden in diesem Jahre über 500.000 Schekalim mit einem Geldergebnis von schätzungsweise 14.000 bis 15.000 englischen Pfund. Dieses Resultat kann nicht als ungünstig betrachtet werden, wenn Sie zwei Momente in Erwägung ziehen. Einmal, wie es in den Jahren vor dem Kriege war, als wir nun eine gesamte Schekelzahl von ungefähr 100.000 Schekalim mit einem Bargeldeingang von zirka 4000 Pfund hatten, und ferner, wenn Sie die widrigen Verhältnisse in Betracht ziehen, unter denen wir unsere Schekelsammlung zu betreiben haben. Wir kämpfen mit der dauernden Geldentwertung in den zentral- und osteujopäischen Ländern, die es beinahe unmöglich macht, aus der Schekelsammlung auf dem europäischen Kontinente erhebliche Geldbeträge in guter Valuta zu erzielen: Wenn die Schekelpreise festgesetzt sind, so kommt es gewöhnlich so, dass in den nächsten Wochen und Monaten eine weitere Geldverschlechterung einsetzt, und wenn man sich bemüht, den Preis des Schekels dem Geldwerte entsprechend anzupassen, so erklären die Verbände, dass sie ihre organisatorischen Massnahmen nicht wieder umwerfen und den Schekelpreis ändern können. Mit dieser Schwierigkeit hatten wir in diesem Jahre besonders zu tun. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dass in demjenigen Lande, in dem heute, von Polen abgesehen, die grösste Zahl von Juden wohnt und wo man sich von der Schekelsammlung ein gutes Geldergebnis versprechen könnte, in Amerika, eine Schekelsammlung in europäischem Sinne leider nicht stattfindet. Wir haben uns mit unseren amerikanischen Freunden oft über die- Sache ausgesprochen. Sie sind aber vorläufig bei ihrem System geblieben, das wir im Interesse unserer Zentralorganisation, deren Sitz in London ist, nicht für wünschenswert halten können. Die nordamerikanischen und die kanadischen Zionisten stehen auf dem Standpunkte, dass sie nicht eine wirkliche Schekelsammlung durchführen wollen, sondern dass sie nur für ihre eigene Organisation Mitglieder mit einem bestimmten Mitgliedsbeitrage werben wollen, und einen Teil dieses Beitrages bestimmen sie als Schekelbeitrag für die Exekutive in London. Da der Mitgliedsbeitrag in der amerikanischen Organisation sechs Dollar beträgt, so ist es klar,'dass auf diese Weise viel weniger Schekalim an uns abgeführt werden, als wenn unabhängig von der Mitglieder- Werbeaktion eine umfassende Schekelpropaganda in Amerika durchgeführt würde. So ist es auch gekömifien, dass die Ameri- 61