Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 78)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kadoorie für Schulbauten knüpften, haben sich bisher nicht erfüllt. Zur Tätigkeit der Kulturarbeit im Lande muss ich ein paar Worte über einige Institutionen kulturellen Charakters sagen: Wir haben in diesen letzten beiden Jahren die Reparaturen an dem grossen Gebäude des Technikums in Haifa beendet und alles ist zur Eröffnung vorbereitet, die nur davon abhängt, dass wir die Mittel für das jährliche Budget bekommen. Die Universitätsfrage ist auch etwas vorwärts gekommen. Es sind die notwendigen Schritte zur Vergrösserung des Terrains auf dem Skopusberg getan und nach Ankunft des Leiters der chemischen Abteilung, Professor Fodor, sind auch Vorbereitungen für die Laboratorien unternommen worden. In der Frage der philosophischen Abteilung sind bis heute nur Verhandlungen mit verschiedenen Personen geführt worden, aber aus Geldmangel konnte nichts Praktisches geschehen. In der Nationalbibliothek, die für die Universitätsbibliothek vorbereitet wird, ist die Zahl der Bücher ständig gewachsen. Der Katalog der Bibliothek enthält heute etwa 250.000 Buchzettel. Die Zahl der Bücher hat sich in den letzten beiden Jahren nahezu verdoppelt und heute enthält die Bibliothek über 70.000 katalogisierte Bände. Eine besondere Abteilung bildet die medizinische Abteilung der Bibliothek, die in diesem Sommer provisorisch im Hause des Pasteurinstitutes eröffnet wird, da der Raum im eigenen Hause nicht ausreicht. In den letzten Jahren ist es gelungen, für die Bibliothek eine grosse Anzahl wichtiger Handschriften als Geschenk zu bekommen, so z. B. das Manuskript von „Rom und Jerusalem" von Hess und einige historisch bedeutsame Archive der nationalen Bewegung. Derzeit hat die Bibliothek gegen 3000 regelmässige Besucher pro Monat. Ihre Zukunft hängt in erster Linie vom Bau des Hauses ab. Der J. N. F. ist bereit, von den bereits in seinem Besitz befindlichen Böden einen Platz zur Verfügung zu stellen und die W o 1 f f s o h nr S t i f t u n g sollte so schnell wie möglich im Andenken an den verstorbenen Präsidenten mit dem Bau beginnen. Ich möchte noch einige weitere sehr wichtige kulturelle Institutionen erwähnen. Die Zentrale der Versuchsstation ist in Tel Awiw, die Versuchsfelder befinden sich in drei Orten: in Ben Schemen für die Böden der jüdischen Hochebene, in Merchawiah für den Emek Jesreel und in Daganiah für das Jordantal. Die landwirtschaftliche Versuchsstation umfasst nunmehr Laboratorien üür Chemie, Entomologie, Pathologie, angewandte Physik, Pflanzenzucht, Bodenzusammensetzung und ferner eine Abteilung für Betriebswissenschaft. In Jerusalem besteht ein Museum der Zionistischen Organisation für Landwirtschaft u n d N a t u r 'k u n d e, das bis jetzt 10 verschiedene Abteilungen umfasst. Dieses Museum wird von einer grossen Zahl von Schülern aller Schulen und vielen jüdischen und nichtjüdischen Touristen 55