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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 53

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 53 (sequence 76)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5184-3481329
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Stufe steht. Menschen, Menschen und wiederum Menschen — das ist die Forderung, wenn unsere Position politisch und finanziell keine schwierige sein soll. Die Worte: „Begrenzung der Immigration" müssen aus unserm Wörterbuch gestrichen werden. (Lebhafter Beifall.) Begrenzung der Immigration wird nie unsere politische Situation erleichtern, sondern vielmehr erschweren. Nicht Finanzen schaffen Menschen, sondern Menschen schaffen Finanzen. Hätte man uns vor zwei Jahren gesagt, dass unsere finanzielle Position während -dieser Zeit so sohlecht sein würde und dass wir darum unsere Immigration begrenzen sollten, so wären wir jetzt nicht einmal um diese 20.000 Menschen reicher -geworden. Ich will jetzt kurz über unsere k u 11 u r e 11 e A r b e i t im Lande sprechen. Die Aufgabe des kulturellen Aufbaues des Landes, die Stärkung unserer Sprache und unseres nationalen Selbstbewusstseins, steht auf der Tagesordnung aller Kreise der Zionistischen Organisation. Dieser Frage wird gewiss eine separate Besprechung auf demKongress gewidmet werden, und ich werde mich dann daran beteiligen. Hier will ich nur sagen, dass wir in diesen zwei Jahren leider nicht nur auf gewisse Fortschritte in dieser Arbeit hinweisen können, sondern auch auf Rückschritte. Wenn die Tendenz aller anderen Abteilungen unserer Arbeit immer ist, vorwärts zu gehen, zu vergrössern und zu verbreitern, so hat die Tätigkeit in dieser Richtung eine ganz andere Tendenz: schmälern und verkleinern. Es sind keine Aussichten für eine grosse Arbeit in der Zukunft und darum sind auch die Gemüter der Arbeiter bedrückt. Die Kürzung des Budgets unseres Erziehungsdepartements mit einem Male von Pfd. Steri. 100.000 auf 70.000, das heisst um 30 Prozent, konnte nicht ohne negative Resultate abgehen. Was die Einkünfte aus anderen Quellen, das heisst von der Regierung und von der jüdischen Bevölkerung des Landes anbetrifft, ist folgendes zu sagen: Die Beteiligung der Regierung an unserem Schulbudget bestand nur in einer sehr kleinen Unterstützung. So erhielten wir im Jahre 5681 von der Regierung eine Beihilfe von nur 2675 Pfd. Sterl. und im Jahre 5682 noch (weniger: 2379 Pfd. Sterl. Alle Vorstellungen, die sowohl seitens der Zionistischen Exekutive in Jerusalem 'wie seitens des Waad Haleumi gemacht wurden, haben;zu nichts geführt. Die Regierung beharrt auf ihrem Standpunkt, dass sie kein Geld für die jüdischen Schulen habe. Was die Schulbeiträge, die aus dem Lande selbst einflössen, anlangt, so betrugen diese jährlich in runden Ziffern: im Jahre 5679 Pfd. Sterl. 7000, 5680 Pfd. Sterl. 12.000, 5681 Pfd. Sterl. 19.500, 5682 Pfd. Sterl. 23.500. Aber trotz dieser wachsenden Summen ist es immer noch zu wenig, um die kolossale Verkleinerung der Subvention der Zionistischen Organisation auszugleichen und besonders, um eine Vergrösserung und Verbesserung der Schulen ins Auge zu fassen. Und doch haben wir das Schulwesen in gewissem Sinne aufrecht erhalten. Im letzten Jahre waren 53

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