Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 75)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ein schweres Problem war und ist die A r b e i t s b e s ch a ff ung für 'die /neuen Ankömmlinge. Mit diesem Problem beschäftigen sich unsere Abteilungen für „Immigration", „Arbeit", „Handel und Industrie", ferner die Parteiorganisationen der Arbeiter, des Misrachi und in letzter Zeit auch der Merkas der B^alei-Melachoth. In den Berichten werden Sie die ausführlichen Resultate dieser Tätigkeit finden. Manche haben ihre Existenz in den Siedlungen .der Zionistischen Organisation gefunden, leider nur ein sehr kleiner Teil in den alten Kolonien. Das Problem der Beschaffung von Arbeit für jüdische Arbeiter in den Kolonien steht nach wie vor auf der Tagesordnung und es soll und muss gelöst werden zugunsten der Verstärkung und der Sicherung der Kolonien einerseits und zur Vergrösserung des Arbeitsfeldes für die Arbeiter andererseits. Bei gutem Willen von beiden Seiten wird man den richtigen Weg finden. Ein gewisser Teil der Händler, kleinen Unternehmer, Industriellen und Handwerker wurde in den Städten, sogar in einzelnen neuen Punkten installiert mit Hilfe von kleinen Anleihen. Aber der grösste Teil der Chaluzim wurde bei verschiedenen städtischen Unternehmungen ganz oder teilweise mit Arbeit versorgt. Am meisten geschah dies durch unser Arbeitsdepartement und durch die Arbeiterorganisationen; auch hier hat die Arbeiterbank grosse Hilfe geleistet. Sehr oft musste man künstliche Arbeit schaffen oder Anleihen an verschiedene Gesellschaften gewähren, damit diese Arbeit verschaffen konnten. So z. B. hat die Arbeitsabteilung der Exekutive Darlehen für verschiedene öffentliche Arbeiten gewährt, wie izum Bau des neuen Viertels in Jerusalem, des neuen Viertels in Tel Awiw, des Borochow-Viertels bei Jaffa, zur Herrichtung von Steinen für den Ghausseebau in Naha'lal und Kfar Jecheskiel und für ähnliche kleine Unternehmungen. Wir haben auch an Tel Awiw langfristige Darlehen gewährt, um der Stadtverwaltung die Möglichkeit zu geben, eine gewisse Zahl von Arbeitern auf ihre Rechnung zu beschäftigen. Ferner ist noch die Anleihe zu erwähnen, welche unsere Bank der Regierung unter sehr schweren Bedingungen gewährt hat. Die Regierung hat eine Chaussee zwischen den jüdischen Kolonien von der Hauptstrasse Jaffa—Jerusalem bis zur Kolonie Rischon-le-Zion und Nes Zion gebaut, wodurch Arbeit für die ganze Wintersaison geschaffen wurde. Ich muss hinzufügen, dass von dieser Anleihe an die Regierung einen gewissen Teil auch die Kolonien selbst übernommen haben. Alle Schwierigkeiten, die vor uns lagen, haben wir doch überwunden und wir sind in diesen beiden Jahren um 20.000 Juden reicher geworden. Zu Anfang meiner Ansprache habe ich gesagt, dass das Problem des Bodenkaufs eines der ersten .unserer Arbeit ist. Ich sage jetzt, dass das Prohlem der I mmigr a tio<n auf gleicher 52