Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 70)
- Language
- German, English, Hebrew
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Jecheskiel, Am Charod, in Tel Joseph, in Belli Alpha, in Kiriath Anawim, in Ghulda, in Daganiah Beth, in Nachlath Jehuda. Ferner sind zu diesen Ame-Korationen zu rechnen die Pflanzungen für Grenzmarkieningen in den neu erworbenen Ländereien. In Nuris wurden etwa 75.000 Bäume zu diesem Zwecke gepflanzt. Auch dies wurde für Rechnung des J. N. F. durchgeführt. Auf all diesen Böden wurden neue Siedlungen geschaffen, und zwar in der Form der sogenannten Moschawe Owdim (Arbeitersiedlung) wie auch in der Form der Kooperative. Der grundlegende Unterschied zwischen den Moschawe Owdim ■und den landwirtschaftlichen Kooperativen liegt in der Arbeitsmethode. Während die der letzteren kooperativ ist, ist die Art der Moschawe Owäim individuell. Die Träger der Idee der Moschawe Owdim streben nach individueller Lebensweise; sie wollen, die Kräfte auf die ihnen zugewiesenen Bodenteile konzentrieren und die Ergebnisse ihres persönlichen Fleisses ernten. Aber auch diese Anhänger einer individuellen Wirtschaftsform übernahmen von der kooperativen Wirtschaft das Bestreben nach Kooperation in allen Arbeiten und allen Zweigen, in welchen sie aller Voraussicht nach Nutzen bringen kann. So wird im Moschaw Owdim der Kauf der notwendigen Materialien und der Verkauf der Erträge in kooperativer Weise vorgenommen. Gemäss den jetzigen ökonomischen Verhältnissen des Emek Jesreel wurde die Normalifläche für den Grundbesitz einer Familie auf 100 Dunam festgesetzt. Die Moschawe Owdim, die in den letzten zwei Jahren gegründet wurden, sind: Nahalal; Zahl der Siedler 80 Familien. Die Siedler konnten sämtlich Baracken für sich errichten, ferner wurden provisorische Baracken für öffentliche Zwecke und 50 Ställe aus Eisenbeton gebaut. Bis jetzt konnten die Siedler in Nahalal 3000 Dunam für Winter- und 1000 für Sommergetreide bearbeiten, 500 Dunam mit Waldbäumen, sowie 150 mit Reben bepflanzen. Jeder Siedler konnte endlich einen Garten neben seinem Hause bearbeiten. Der zweite Moschaw Owdim ist K f a r Jecheskiel. Er trägt den Namen des verstorbenen Bruders eines Anonymus aus Bagdad, der dem J. N. F. die Summe von 35.000 Pfund zum Bodenkauf dieser Kolonie gespendet hat. In Kfar Jecheskiel sind jetzt 60 Familien ansässig. Es sind bereits Baracken für sämtliche Familien, sowie 30 Ställe aus Eisenbeton errichtet worden. Die Siedler haben in diesem Jahre 1800 Dunam Ackerland und 400 Dunam Gartenland neben den Häusern bearbeitet, sowie 200 Dunam Wald bepflanzt. In K f a r M a 1 a 1 wohnen 24 Familien. Zu den bereits vorhandenen drei Steinhäusern wurden 18 Baracken errichtet und 10 Ställe gebaut. Die Siedlung hat dieses Jahr 700 Dunam Ackerland und 100 Dunam Pflanzungen bearbeitet. Von den Kwuzoth ist zu erwähnen: Kiriath Anawim mit 50 Seelen. Diese haben im letzten Jahre 172 Dunam Ackerland, 150 Dunam Weinberge und 90 Dunam Wald bearbeitet. Für die 47