Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 69)
- Language
- German, English, Hebrew
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wollten, musste eben der J. N. F. diese schwere Arbeit auf sich nehmen. Er hat dies auch getan und hat die Arbeit durchgeführt. Die Arbeit der Assanierung im Emek geschah unter ausserordentlich ungünstigen Bedingungen; -sie litt unter dem Mangel an Fachleuten, Facharbeitern, Geld, Röhren und anderen notwendigen Materialien, auf die man monatelang warten musste, bis sie vom Auslande eintrafen. Und doch ist die Arbeit durchgeführt worden, dank der Ergebenheit und Liebe derjenigen, die sich ihr widmeten, in erster Reihe der Arbeiter selbst. Der ausführliche Bericht über diese Arbeit, der in den Berichten des J. N. F. enthalten ist, zeigt ein schönes Stück Geschichte unserer Leiden um das Land und uns e res Sie g e s im Lande. Ich will über diesen Bericht hier nicht lange sprechen, aber ich möchte Sie doch auf zwei Stellen desselben aufmerksam machen. Wir haben nach Beendigung der Arbeit eine aus Regierungsbeamten zusammengesetzte Kommission nach dem Emek geschickt, und zwar Ingenieur Kantor, einen amerikanischen Ingenieur, der in der Sanitätsabteilung der öffentlichen Arbeiten angestellt ist, und Dr. Klügler vom Joint, der bei der Regierung als Leiter der Sanitätsabteilung fungiert. Diese Kommission hat die Resultate der Arbeit genau studiert und sich wie folgt darüber geäussert: „Die Arbeit in Nahalal und Nuris ist die allerwichtigste, die in Palästina geschaffen wurde. Als Resultat der Austrocknung dieser Sümpfe werden die klimatischen Verhältnisse in diesen Orten allmählich immer besser und die Gegenden zur Kolonisation reif gemacht. Wenn diese Arbeiten beendet sind, werden diese Orte die gesündesten in ganz Palästina sein." Den zweiten Passus will ich aus einem anderen Berichte zitieren, nämlich aus dem Berichte der Abschätzungskommission, über die ich schon sprach, und die aus den Herren Liebrecht, einem Kolonisten aus Petach T-ikwah, Dr. Levite, einem Kolonisten-Agronom aus Bath Schioino, und B i 1 i n s k y, einem Kolonisten aus Jawnel, bestand. Diese schreiben: „In Nuris wurden Sümpfe auf einer Strecke von 16.000 Dunam ausgetrocknet. Dank der Austrocknung dieser Sümpfe ist diese Strecke jetzt der fetteste und fruchtbarste Boden. Man kann von diesem Boden jetzt viel, viel besser ernten als von irgend einem anderen, sogar vom besten palästinensischen Boden. Was Nahalal anlangt, so müssen wir dasselbe sagen wie über Nuris. Dort, wo die Sümpfe waren, wo früher niemand hinüber konnte, konnten wir unseren Augen nicht trauen, so gross waren die Veränderungen seit der Zeit, als wir zum erstenmal diese Orte besuchten." Ich glaube, diese beiden Sätze werden genügen, um Ihnen zu zeigen, dass unsere Mühe und unser Geld nicht verlorengegangen sind. Von anderen Ameliorationen auf den verschiedenen Böden, die durch den J. N. F. geschaffen wurden, wären zu erwähnen: Strassenbau in Nahalal, in Kfar Jecheskiel, in Ain Charod, Wasserversorgung in Nahalal, in Giwah, Kfar 46