Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 67)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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Ich habe die Tätigkeit der anderen nichtzionistischen Organisationen kurz erwähnt, um einen Begriff zu geben, was im Lande .geschieht, doch ist es selbstverständlich unsere Aufgabe, hier hauptsächlich über unsere Tätigkeit und unsere Aktiven und Passiven zu sprechen. w Durch sechs Institutionen hat die Zionistische Organisation ihre* Tätigkeit im Lande ausgeübt: durch drei, die schon vor dem Kriege geschaffen wurden, und |war nach der Chronologie ihrer Tätigkeit: der Jüdische N a t i ö n a 1 f o n d s, die A n g 1 o P a 1 estine Company und die Palestine Land Development Company, und durch drei weitere, die nach dem Kriege gegründet wurden. An erster Stelle der Keren Hajes so d, dem jetzt die meisten Zionisten ihre Kräfte widmen, dann die beiden Banken, die im letzten Jahre gegründet wurden: die Hypothekenbank und die Arbeiter bank, beide mit dem Sitz der Leitung in Tel-Awiw. Ich möchte Ihnen ganz kurz darlegen, was diese sechs Institute in den verflossenen beiden Jahren zum Aufbau des Landes beigetragen haben. Die genauen Ziffern finden Sie in den gedruckten Berichten. In erster Linie steht beim Aufbau des Landes die Frage des Bodens, der Geulat Haarez. Es ist unmöglich daran zu denken, dass wir im Lande vorwärtskommen, wenn wir nicht vor allen Dingen den Boden unter unseren Füssen haben. Der Ankauf des Bodens ist besonders in diesem Moment für uns wichtig, da alle unsere Hoffnungen auf Erlangung von Boden aus der Hand der Regierung erschüttert worden sind. Von der Regierung haben wir nichts bekommen, und meine persönliche Ueberzeugung ist, dass wir auch nichts bekommen werden. Ich wäre sogar sehr zufrieden, wenn uns der Bodenkauf nicht überhaupt erschwert wird. Die Agitation in diesem Sinne seitens unserer Gegner macht grosse Fortschritte. Zweitens muss man leider zugeben, dass die Privatinitiative, abgesehen von Baron Edmund Rothschild, den man eigentlich nicht zur Gruppe der Privatinitiative rechnen kann, nur in einem sehr geringen Masse, und zwar aus verschiedenen materiellen und psychologischen Gründen, sich für Landwirtschaft, also auch für'den Bodenkauf, interessiert. Und darum liegt die Hauptlast dieses für den Aufbau des Landes wichtigsten Problems, des Bodenkaufs, ganz und1 gar auf den Schultern der Zionistischen Organisation und der Institution, die sie zu diesem Zwecke geschaffen hat, des Jüdischen Nationalfonds. Der J. N. F. hat in diesen beiden Jahren etwas ganz Ernstes geschaffen: den grossen Kauf im Emek Jesreel, über den wir bereits vor zwei Jahren einen Bericht geliefert haben und der de facto, wie auch juristisch,. erst zu dieser Periode zu rechnen ist. Erst nach dem letzten Kongress wurden alle Formalitäten zu Ende geführt, besonders alle Schwierigkeiten mit den Arabern, die auf dem Boden sassen, die Grenzschwierigkeiten, und das Wichtigste: 44