Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 66)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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auch das grosse Verdienst, mit dem Aufbau des neuen Jerusalem begonnen zu haben. Diese Gruppe hat auch zusammen mit dem Joint und der Ica ein Kreditinstitut für Kooperativen geschaffen. Der Economic Board in London hat die ersten Schritte seiner Arbeit zusammen mit der Ica und einer Privatgruppe eingeleitet, und zwar mit der Exploitierung von Salz bei Atlith. Die A 1 Ii an c e Israelite Universelle hat ihre Tätigkeit im Schulwesen in den Städten des Landes vergr^pssert, und es kann mit Genugtuung konstatiert werden, dass der Geist der Schulen sich unseren Tendenzen nähert. Besonders ist zu erwähnen, dass die Landwirtschaftsschule Mikweh Israel seit der Zeit, da ihr Budget vollkommen von Baron Rothschild gedeckt wird, eine der besten Institutionen im Lande ist und uns eine gute nationale Jugend vorbereitet Die Anglo-Jewish Association hat in den beiden vergangenen Jahren ihre Mädchenschule in Jerusalem mit ihrer früheren Tendenz aufrechterhalten. Von der Tätigkeit des alten Jischu ws ist nichts Besonderes zu berichten. Das Waisenkomitee (Rabbiner Diskin) baut jetzt in Jerusalem ein kolossales Gebäude» das vielleicht das grösste und schönste der Stadt werden wird. Ausser diesen Gesellschaften und Organisationen hat sich auch die Privatinitiative einzelner Personen und Gruppen in den letzten beiden Jahren im Lande bemerkbar gemacht. In der Landwirtschaft arbeiteten einzelne Gruppen aus Amerika, England und Rumänien, aber nur in sehr kleinem Masstabe; die meisten befassten sich .mit Industrie und Handel. Hiervon sind besonders zu erwähnen das grosse Unternehmen der „S i 1 i k a t"-Fabrik in Jaffa, das seine Krise hoffentlich schon überwunden hat, die grosse, von Baron Rothschild und anderen gegründete Mühle in Haifa, die grosse Fabrik „Sheme n", die von Herrn Paenson gegründet wurde, sowie eine ganze Reihe von Kleinindustrien. Wenn wir die Kräfte verzeichnen, die von den Zionisten und die von den anderen Gesellschaften, mit dem Baron an der Spitze, ins Land hineingetragen worden sind, so glaube ich (leider habe ich keine genauen Ziffern zur Verfügung) nicht weit von der Wahrheit entfernt zu sein, wenn ich sage, dass die Zionistische Organisation und ihre Institutionen, über die wir noch sprechen werden* so viel an Mitteln eingeführt hat, wie all diese anderen Gesellschaften, Institutionen und Gruppen zusammen; dass also die Zionistische Organisation trotz ihrer Schwäche, die man ihr in der letzten Zeit unterschob, doch -ebenso mächtig ist wie alle übrigen zusammen. Es versteht sich natürlich, dass man ausser Geld auch Menschenmaterial braucht, und das M e n s c h e n m a t e r i a 1 hat nur die Zionistische Organisation Palästina gegeben. Sie hat durch ihre Propaganda zur Belebung des Volkes und des Landes beigetragen und auch gewissermassen mit ihren Mitteln dieses Menschenmaterial hineingebracht. Die Immigration ist ganz und gar von der Zionistischen Organisation abhängig. 43