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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 41

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 41 (sequence 64)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5172-3481317
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etwas wissen wollte, er ging immer gerade aufs Ziel los. Marmorek war der Typus der jüdischen Chara k-t e r f e s t i <g k e i t, die uns durch die Jahrtausende erhalten hat. Er war ein Mann, der durch seine Begabung Tausende beeinflussen' konnte, an den sich Tausende anlehnen konnten. Die Unbedingtheit seines Glaubens in die jüdische Zukunft, die Unbedingtheit seines Beharrens bei den Prinzipien der auf reiner Gerechtigkeit aufgebauten zionistischen Lehre war ein Quell voll Lebens- "frische. Es ist schwer, sehr schwer, von einem solchen Freunde zu scheiden, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass er tot sei. Marmorek hat sehr viel, unmenschlich viel gelitten. Die Erinnerung an seine Leiden machen den Gedanken an seinen zu frühen Tod noch unerträglicher. Unerträglich ist auch der Gedanke, dass er gerade starb, als er in Paris auf wissenschaftlichem Gebiete wieder Fuss zu fassen begann. Mit Schmerz und tiefer Anhänglichkeit werden die zahlreichen Freunde und Anhänger des Mannes gedenken, der ihnen -so viel Schönes im Leben geboten, der seinem Volke eine unschätzbare Stütze gewesen ist, der der leidenden Menschheit dauernde Dienste geleistet hat. Wir sind ärmer geworden. Nur das Bewusstsein, dass unser Volk solche Söhne hervorbringt, ist uns ein Trost, ein schwacher Trost für uns Nahestehende. Aber die Erinnerung an solche, grosse Söhne wird zum Leitstern der Hoffnung für alle unsere kommenden Generationen. Sekretär des Kongresspräsidiums Dr. Löwenstein: Im Auftrage des Präsidiums möchte ich eine erste, vorläufige Uebersicht über die eingegangenen Begrüssungsschreiben geben. Ich möchte sie nicht im Wortlaut verlesen*, sondern zunächst nur die Absender mitteilen. (Verliest die Namen mehrerer Absender von Begrüssungsschreiben.) Ich will ferner mitteilen, dass in Ostgalizien eine J. N. F.-Sammlung zur Ehrung des Kongresses eingeleitet wurde, die eine Spende von 50 Dunam ergeben hat, die dem Kongresspräsidium in Form eines Diploms übergeben worden ist. Mitglied des A. C. Israel Mereminski (Zeire Zion-Polen, spricht jüdisch): Im Namen der Fraktion Zeire Zion bitte ich das Präsidium, sich mit der Leitung und mit den Referenten darüber ins Einvernehmen zu setzen, dass der Kongress entweder in hebräischer oder in jüdischer Sprache seine Verhandlungen führe. Wir sind schon zwei Tage auf -dem Kongress und haben kein Wort jüdisch gehört. Präsident Sokolow: Wir nehmen die Anregung zur Kenntnis. Wir werden uns bemühen, sämtliche Anträge hebräisch vorzulegen und den Herren Referenten möchte ich nahelegen, ohne die Sprachfreiheit des Kongresses beschränken zu wollen, soweit wie möglich hebräisch oder jüdisch zu sprechen. Ich erteile nun das Wort dem Herrn Ussischkin zu seinem Bericht über die Arbeit in Palästina. 41

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