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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 32

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 32 (sequence 55)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5163-3481308
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sagen darf: „Er war ein Liebling seines Volkes", so darf man dies ohne jede Uebertreibung von Alexander Marmor ek sagen. Bis zum Kriegsausbruch war er mittätig an den höchsten Stellen der zionistischen Bewegung. Der Krieg hat seiner Tätigkeit ein Ende gesetzt und dann begann die Tragödie seines Lebens. Er wurde aus seinem Arbeitskreise herausgerissen, aus dem Boden, auf dem er so segensreich nicht nur für uns, sondern für die ganze Menschheit wirkte. Diesen Boden musste er verlassen und seither irrte er in der Welt herum. Traurig und tragisch waren die Jahre seiner Wanderung und s*einer Leiden, und tragisch war die letzte Anstrengung zur Wiederherstellung jener Position, die er in der Wissenschaft und in der jüdischen Gesellschaft einnahm. Aber da scheiterte diese Kraft und da kam das traurige Ende, von dem wir jetzt noch so erschüttert sind. Gestatten Sie mir, den Gefühlen einen schwachen Ausdruck zu geben, die uns alle durchdringen, und hier von dieser Tribüne aus seinem Andenken in wenigen, aber tiefempfundenen Worten den Tribut zu zollen; denn der Name Alexander Marmorek wird einer der teuersten Namen bleiben in der Geschichte des Zionismus und in der Geschichte des jüdischen Volkes überhaupt. Wir haben in Amerika, in dem grossen Zentrum unserer Tätigkeit in den letzten Jahren, einen treuen Mitarbeiter verloren: Peter Schweitzer, ein teurer Name, ein Lehen, dessen letzter Abschnitt uns gewidmet war. Fast wie ein Meteor erleuchtete Schweitzer unser Tätigkeitsgebiet in Amerika. Wir hatten , ja auf den Kongressen' nur wenig Möglichkeit, dfesen Mann in der Nähe zu sehen und seine Tätigkeit zu beobachten. Aber unsere amerikanischen Freunde und die wenigen von uns, die Gelegenheit hatten, in Amerika mit unseren Freunden zusammenzuarbeiten, sind von grosser Bewunderung. durchdrungen für diesen Idealisten. Denn die Idealisten unter-uns findet man gerade unter den praktischen Menschen. Und er war ein praktischer Mensch, ein Self-mademan, ein kluger, geschäftskundiger, erfahrungsreicher Mann. Und dieser Mann stellte sich unserer Idee zur Verfügung mit dem Enthusiasmus eines jungen Studenten und stallte alles, was er hatte, seine Zeit, sein Vermögen, seine Erfahrung, seine Initiative, seine Begeisterung in den Dienst unserer Sache. Ich werde es nicht vergessen: Auf den Touren, die ich mit ihm in Amerika machte, ging er mir voran wie eiin Elias; er bahnte mir den Weg und trat mit allen Kreisen in Verbindung. Er war geliebt und geschätzt und hat uns nicht nur dadurch sehr viel geholfen, dass er selbst ein Vorbild für eine aufopferungsvolle Lebensweise war, dass er selbst gezeigt hat, wie ein zionistischer Führer zü leben hat, sondern vielleicht noch mehr als mit seinem Gelde, seinem Einflüsse, seinem Rate und seiner Erfahrung hat er geleistet, indem er sidh ganz in den Dienst unserer Sache stellte. Er bereiste ganz Amerika, er sprach mit jedem, er hielt öffentliche Reden, er wurde ' ein Redner. Niemand hatte geahnt, diesen Geschäftsmann, diesen Mann der Industrie^ als Redner auf der Tribüne zu sehen. Aber er war eben Zionist, und was der Zionismus forderte, hat er getan. Und so ist er auch ein Redner geworden, ein Agitator und hat die letzten Jahre seiner Tätigkeit ganz uns gewidmet. 32

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