Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 56)
- Language
- German, English, Hebrew
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Und ihm zur Seite stand seine Frau als treue Mitarbeiterin. Es war nicht nur die einzelne Person Schweitzers, sondern es war die ganze Familie, das ganze Haus Schweitzer, das ein strahlendes und erwärmendes Zentrum für unsere Bewegung in Amerika geworden ist: durch die intime Herzlichkeit, durch die Aufrichtigkeit des Denkens und Fuhlens, durch die unaufhörliche Arbeit. Dieser Mann ist uns einrissen worden, ein fast unersetzlicher, eilt schmerzlich empfundener Verlust für uns, der uns plötzlich und unerwartet ereilt hat. Wir werden Peter Schweitzer nie vergessen. Wir werden seines Namens für Genierationen nicht nur in Amerika, sondern in der ganzen zionistischen und jüdischen Welt mit jener Liebe gedenken, mit der er uns so reichlich beschenkt hat. Einer der furchtbarsten Verluste der letzten Zeit ist der unseres Mitarbeiters und Lehrers Elieser benjehuda. Er war Träumer und Rufer für eine Sache. Aber diese eine Sache war die teuerste und wichtigste unserer Bewegung. Es war die Wiedergeburt der hebräischen Sprache. Er begann vor vierzig Jahren und in gerader, ununterbrochener Linie arbeitete er von jenem Ausgangspunkt bis zum letzten Tage seines Lebens. Dieses war ein erfülltes und vollkommenes Leben. Die Sache, von der ben Jehuda träumte, und die durch viele Jahre bloss eine literarische Angelegenheit war, ist zu einer politischen Sache geworden und die hebräische Sprache zur offiziellen Sprache des jüdischen Volkes. Elieser ben Jehuda hatte das Glück, seinen Traum zum Teil im Leben verwirklicht zu sehen. Er sah die Frucht seiner Arbeit, er sah, wie sein Traum zur strahlenden Wirklichkeit geworden war. Wenn wir jetzt innere Abrechnung halten, schauen wir fürwahr mit Stolz auf jene, die für uns ewig leben werden. Möge das Leben Elieser ben jehudas ein Sinnbild und ein Beispiel für die Belebung der hebräischen Sprache sein! Ich will nun eines unserer teueren Dichter gedenken, der nicht auf diesem Gebiete, aber auf einem Nachbargebiete uns mit grossen Früchten seines Talents so reich beschenkt hat: Morris R o s e n f e 1 d, der Dichter des Ghetto. Ein Dichter, der trotz seiner Bescheidenheit und trotz der Abgeschlossenheit seines Gebietes es dennoch verstanden hat, in die grosse Welt zu dringen durch die Ueberlegenheit seines Talents, durch die Grösse seines Genies. Einer unserer treuesten Anhänger und unserer eifrigsten Mitarbeiter, der uns in der letzten Zeit entrissen wurde, war Dr. Beer Epstein, den wir seit vielen Jahren kannten und schätzten, und dessen Dienste und Leistungen für den Nationalfonds, früher in diesem Weltteil und in den letzten Jahren in Amerika, von grosser Bedeutung und bahnbrechender Wichtigkeit war. Auf der amerikanischen Liste finde ich noch den Namen eines wackeren Mitarbeiters, Samuel N a t a n s o n. In Oesterreich haben wir zu beklagen den Heimgang unseres Freundes Martin Förs'tei; ferner Israel Perlsteins. Aus Belgien: das Mitglied einer bekannten zionistischen Familie und Gruppe Salomon Tolkowsky. 3 33