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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 16

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 16 (sequence 39)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5147-3481292
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englischen Regierung vernommen, dass all die Versuche, die gegen das Mandat und die in dem Mandat gewährleisteten Rechte gemacht wurden, gescheitert sind. Wir schöpfen daraus die 'Hoffnung, dass es den einmütigen Bestrebungen der Mandatarmacht gelingen wird, die Schwierigkeiten zu beseitigen, auf dass die Segnungen einer gedeihlichen Kolonisation, deren dringendes Bedürfnis wir so tief empfinden, dem Lande unserer Väter voll und ungestört gewahrt bleiben. Mit ernstem und redllichem Willen werden wir an die wichtigen Aufgalben herantreten, die uns nach dieser Richtung gestellt sind. Von der Ueberzeugung durchdrungen, dass nur jene Lösung wirtschaftlicher Fragen das Wohl eines Landes zu begründen vermag, welche das Gedeihen der >gan!zen Bevölkerung sichert, werden wir all die Unternehmungen fördern, im -Geiste einträchtigen Zusammenwirkens, im Geiste der Gerechtigkeit und Billigkeit, aber auch stets eingedenk der verantwortunigsvollen Pflicht, die uns die Interessen des nationalen Heimes für das jüdische Volk auferlegen. Unsere Direktiven laufen auf vier Punkte hinaus: Ausübung unserer durch das Mandat gewährleisteten R e c h t e, rücksichtsvolles Entgegenkommen 'gegen die nichtjüdische L a n d e s b e völk erung, moralischer Einfluss durcli vorbildliches k u i t u r e 11 e s W i r k e n, Förderung einer i ii t e 1" 1 e k t u e 31 e n A n n ä h e r u n g. Gewiss stellen wir schwere Aufgaben, aber unlösbar sind sie nicht. 'Der heilsamste Rat ist der dritte: durch vorbildliches kulturelles Wirken, denn darauf beruht im letzten Grunde die ganze Zukunft; aber wir legen nicht weniger Wert auf eine Annäherung an die nichtjüdischen Kreise im Lande. Die Gegnerschaft, die sich gegen uns organisiert hatte, setzte ihre Agitation gegen uns fort. In ihrem bisherigen Verhalten liefert sie uns den Beweis, dass sie sich in die unvermeidliche politische Notwendigkeit nicht zu fügen gedenke. Dieses ist der tiefe, durch nichts auszufüllende Gegensatz, wecher uns vom Standpunkte dieser Gegnerschaft trennt. Uns gilt das der Regierung Grossbritanniens erteilte Mandat mit der darin wurzelnden Anerkennung des nationalen Heimes als die unerschütterliche politische Rechtsordnung, an welcher nach den fortschreitenden Bedürfnissen wohl ein entsprechender Ausbau, alber niemals ein willkürliches Aufgeben des weise und von den in Frage kommenden Grossmächten einmütig gelegten Grundsatzes Zugelassen werden kann. Ohne dass wir den Standpunkt einnehmen wollten, dass den internationalen Verträgen ewige Dauer gesichert werden müsse, ist es doch zweifellos, dass, wenn im Interesse des Friedens und der Zivilisation und mit Rücksicht auf die historischen Traditionen und die Grundsätze des Völkerrechtes eine Rechtsordnung statuiert wird und die in erster Reihe interessierten Grossmächte sich, zur Erhaltung und Unterstützung dieser Einrichtung: feierlich verpflich- 16

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