Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 40)
- Language
- German, English, Hebrew
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ten, jede Auflehnung gegen eine solche Einrichtung als eine schwere Erschütterung jenes Vertrages und der Kraft des Bündnisses, welches denselben geschaffen hat, betrachtet werden und als ein Versuch, die Grundlagen des Rechtes im Bewusstsein der Völker zu untergraben, zurückgewiesen werden muss. Voll treuer Hingebung für die Völker des Orients, denen der Wiederaufbau Palästinas nur Heil und Segen bringend ist, waren wir bemüht, auf dem Boden des Mandats ein harmonisches Zusammenarbeiten mit den Vertretern der Araber in Palästina anzubahnen, und es ist wahrlich nicht unsere Schuld, dass unsere fortgesetzten Versuche an de<m schroffen Widerstand dieser Kreise scheiterten. Aber wir verzweifeln nicht. Trotz aller Enttäuschungen sind wir überzeugt, dass eine Lösung gefunden werden wird, nicht in der überhitzten Atmosphäre, wo hochtrabende, aber inhaltsleere politische Phrasen gebraucht werden und iwo sich die Gegensätze 'zu sehr «zugespitzt haben, sondern dm Feld und im Garten, in Werkstätten und Fabriken, wo produktive Arbeit geleistet werden wird. Ein neuer, kräftiger, gesunder Zug wird von Palästina aus durch den Orient wehen. Der alte Geist der Schwere und des Stillstandes, der jeden Fortschritt auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiete hemmte, wird verschwinden und an seine Stelle wird eine kraftvolle, friedens- und arbeitsliebende Bewegung treten. Es ist falsch, dass der Zionismus geeignet ist, Gärungen zu erregen; seine Gegner sind es, die bemüht sind, Verwirrungen und Komplikationen hervorzurufen. Aber dies wird ihnen auf die Dauer nicht gelingen. Hochverehrter Kongress! Unser Rückblick zeigt uns das weitere Ziel, das es zu erreichen gilt, und weist uns auf den Weg, auf welchem es erreicht werden kann; er lässt uns auch die Aufgaben klar und deutlich erkennen, welche wir Palästina gegenüber zu erfüllen haben. Das Ziel, das es zu erreichen gilt, es ist dasselbe, das wir immer angestrebt haben: der Wieder-, aufbau Palästinas, die Gründung und Befestigung unseres nationalen Heimes. Alles, was wir erwünschen und erstreben, ist in diesem Ziele eingeschlossen: friedliche und versöhnliche Ausgleichung nationaler Gegensätze, Vereinigung aller sich nur zu oft in unfruchtbarem Streite zersplitternden und verzehrenden Kräfte zu gemeinsamer fruchtbarer Arbeit. Das Ziel ist hoch gesteckt, aber es kann erreicht werden auf dem richtigen Wege. Es kann erreicht werden durch festes und treues Zusammenhalten aller Juden; es kann erreicht werden durch gemeinsame, ernste, ausdauernde Arbeit, bei welcher der Blick fest auf das oberste Ziel gerichtet bleibt, der gute Wille sich ebenso; in unerschütterlichem Festhalten an den ewigen Prinzipien der Wahrheit und des Rechtes betätigen muss; es kann erreicht werden» wenn im Kampfe der Meinungen und Bestrebungen mit überzeugungstreuer Festigkeit und Ausdauer jene massvolle Ruhe sich 2 IT