Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 28)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kraft, für unser Vermögen, das Land zu neuer Bütte zu bringen, zum Nutzen aller seiner Bewohner; eine Antwort auf das Vertrauen der uns Wohlgesinnten, wie auf das Misstrauen und die Entstellungen der uns nicht Wohlwollenden. Darum ist nichts so gefahrvoll für uns wie ein Stocken unseres Wirtschaftswerkes, nichts so fördernd nach innen und aussen wie ein stetiges, sys fem a<tis che s Fortschreiten unserer friedlichen Niederlassung im Lande. Und darom bedeutet Q el d so viel für uns. Nicht weil wir eine Kolonisationsgesellschaft sein wollen, vereinigen wir so viel Arbeit um den Keren Hajessod, sind wir so eifrig bedacht auf unsere finanzielle Ausrüstung. Geld ist für uns nicht das gewöhnliche Mittel, Güter zu erwerben; es ist edelstes Lösegeld, hingegeben, um unsern Boden zu erlösen, ein Wertmesser für die Fähigkeit unseres Volkes zum letzten Opfer und zugleich ein M a s s t a b für seine schöpferische Kraft. Nie konnten wir das so deutlich sehen wie im vergangenen Jahr. Viel zu wenig, gemessen an den Notwendigkeiten, aber doch manch W e r t v o 11 e s ist im letzto*! Jahre >g e s c h a f f e n worden. Neue Siedlungen sind entwickelt, Hunderte von Häusern in den Städten gebaut, das Werk der «kulturellen und sozialen Wohlfahrt weiter gepflegt worden. Aber es geschah unter ausserordentlichen Schwierigkeiten' und für eine Zeitlang sogar unter den Aengsten einer schweren Krise. Sie ist glücklich überstanden worden, dank der wundervollen Entfaltung von Energie durch unsere amerikanischen Gesinnungsgenossen, dank der Opferwilligkeit der amerikanischen Juden, dank auch einer erneuten Kraftanstrengung im Keren Hajes so d aller anderen Länder. So schwer die Krise war, ich glaube, sie war heilsam — sie hat uns einfür allemal gelehrt, wo die Fehlerquellen unserer Arbeit sind, aber auch wo neue Quellen der Kraft ihrer Erschliessung harren. In der Zeit der Not haben wir gesehen, was sicherlich schon früher da war, aber von uns vorher nicht deutlich erkannt wurde. Es war immer der Grundgedanke des Zionismus, dass er das ganze lebendige, lebenbeijahende jüdische Volk repräsentiert. Wir haben uns, als wir das jüdische nationale Heim forderten, als die Wortführer nicht nur der Zionistischen Organisation, wir haben uns als Sprecher der jüdischen Nation betrachtet, mehr noch, wir haben als ihre Sachwalter gehandelt. Darum hat auch das Mandat, das die Zionistische Organisation als die Jewish Agency bestellt, vorgesehen, dass alle Juden, die bereit sind, an dem Aufbau Palästinas mdtzuwiilken, zur Mitarbeit herangezogen werden sollen. Allein es war ja schon immer unser 'Bestreben, unsere Kreise weiter und weiter zu ziehen, und die Zionisierunfg der Juden im Qolus bleibt unser wesentliches Programm. Aber wollen wir dem Gebot der Stunde gehorchen, das die Fruchtbar- 5