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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 3

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 3 (sequence 26)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5134-3481279
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stina hat uns im allgemeinen die freundliche G'esinriun? bewahrt, die, sie uns stets gezeigt hat, und es bestehen ausgezeichnete Beziehungen zwischen den jüdischen Kolonien und den benachbarten arabischen Dörfern. Das gilt ebenso für die neuen. Siedlungen .im Emek wie von den älteren Kolonien. Als ein Symptom dieser freundnachbarlichen Beziehungen darf man daran erinnern, dass vor kurzem in einer feierlichen Weise, der Friede besiegelt wurde zwischen Petach Tikwah und den benachbarten Arabern, mit denen die Beziehungen seit den unglücklichen Zusammenstössen vor zwei Jahren abgebrochen worden waren. Die Friedenszeremonie fand in Petach Tikwah selbst statt, »gemäss dem alten Brauch in Palästina, und war mit der Hergabe einer Busszahlung an Petach Tikwah begleitet, als ein Zeichen dafür, dass die Schuld nicht auf Seite der Juden gelegen hatte. Es ist unnötig zu sagen, dass die politische Lage auf alle unsere Tätigkeitszweige in Palästina Einfluss hat und nicht zum wenigsten auf die Einwanderung, die die Grundlage unseres ganzen Werkes, die Voraussetzung unseres Erfolges in allen anderen Tätigkeitszweigen ist. Die Mandatsregierunig ist verpflichtet, uns in der Sache der Immigration fördernd zur Seite izu stehen. Die Judenheit rechnet darauf, dass die Regierung in Loyalität-diese Verpflichtung ausführen wird" wie alle 'anderen. Zu gleicher Zeit sind wir uns voll bewusst unserer eigenen Verpflichtung, die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit Palästinas in einem solchen Masse zu entwickeln, dass sie geeignet ist, Immigranten in immer wachsendem Umfange zu absorbieren. Der wirtschaftliche Faktor bildet die natürliche Begrenzung der Einwanderungsmöglichkeit. Er ist bedingt durch unabänderliche Gesetze des Gemeinschaftslebens, ohne Rücksicht darauf, was sonst darüber in dem White Paper oder in anderen Dokumenten gesagt ist Wir haben uns deswegen ,zu bemühen, zu einem Wirtschaftssystem vorzudringen, das gesund und erfolgversprechend 'zugleich die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit des Landes immer weiter entwickelt. Dieser Aufgabe haben wir alle uns ziiir Verfügung stehenden Mittel zu widmen. Trotz einer beinahe allgemeinen ökonomischen Krise während des letzten Jahres sind wir doch in der Lage gewesen, die Einwanderung während der letzten zwei Jahre auf der stetigen Höhe von etwa 1000 Personen monatlich zu halten. Dass dies möglich war, ist nicht zuletzt der selbstaufopfernden Hingabe unserer Arbeiter in Palästina zu danken. {Lebhafter Beifall.) Man darf hoffen, dass die Bemühungen, die jetzt angestellt werden, um industrielle und landwirtschaftliche Aktivitäten in Palästina anzuregen, es uns ermöglichen werden, einer gesteigerten Immigration die Wege zu ebnen und zu gleicher Zeit die normale Arbeitslosigkeit, die bisher bestanden hat, beträchtlich herabzudrücken. r 3

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