Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 740 (sequence 750)
- Language
- German, English, Hebrew
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erste an Bedeutung in dieser neuen Epoche geleistet hat. Das eine Resultat ist schon da. Er hat die Organisation wieder aus Trümmern aufgebaut, zu etwas Ganzem geschmiedet. Er hat unsere Finanzinstitute und das Hauptfinanzinstitut, den Keren Hajessod, weitergebracht in seiner Organisierung. Er stand unter dem Zeichen des Bewußtseins, daß wir jetzt den Aufbauaufgaben den Vorrang geben müssen, und hat einen Wirtschafts-Rat geschaffen, der eine Wirtschaft in Palästina zu schaffen hat. Das sind vielleicht die hervorstechendsten Ziele dieses Kongresses. Es waren schwere Stunden des Kampfes, des Ringens und des Tastens nach einem Weg, der noch nicht ganz klar vor Augen liegt. Der Aufstieg ist sehr schwer. Aber wenn man dieser Schwierigkeit bewußt ist, so werden wir vielleicht keine Desillusionen erleben. Wir sind uns dessen bewußt, daß wir einen schweren Weg zu gehen haben, wir sind uns aber auch dessen bewußt, daß hinter uns der unzerstörbare Wille des Judenvolkes steht. (Lebhafter Beifall.) Ich glaube, daß der starke, strenge und gerechte Gott Israels auf seine Söhne herunterschaut in ihrer schweren Prüfung und daß aus dieser schweren Prüfung eine bessere Generation entstehen wird, die den richtigen und den geraden Weg nach Zion finden wird. Ziehet in Frieden! (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Präsident Sokolow: Geehrter Kongreß! Jetzt ist nicht mehr Majorität und Minorität, jetzt ist nicht mehr Misrachi und Linke, fast wollte ich sagen, jetzt ist nicht mehr Saal und Galerie, wir sind jetzt alle einmütig in dem, was wir wollen. In dieser Stunde halte ich es für meine angenehme Pflicht, der Regierung dieses Landes den Dank des XII. Zionisten- Kongresses auszusprechen. (Lebhafter Beifall.) Die Regierung dieses Landes ist auch aus einem Nationalitätenkampfe hervorgegangen und hat ein tiefes Verständnis für unser Ideal. Wir wollen auch der Stadt Karlsbad unseren Dank abstatten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Bevölkerung dieser Stadt zeigte uns auf jedem Schritte Sympathie. Wir bemerkten nichts von dem, was man in so vielen Städten der Welt merkt, wo große jüdische Versammlungen zusammentreten. Es war ein Verhältnis von Freundschaft, ich will nicht sagen Toleranz, mehr als das, von Respekt und Verständnis. (Lebhafter Beifall.) Ich möchte auch unserer Jugend, unseren freiwilligen Ordnern danken (lebhafter Beifall), unseren Turnern, die uns manche schöne Stunde, manch einen hohen Genuß, eine nationale Genugtuung gewährt haben. (Lebhafter Beifall.) Ich möchte dem Kongreßbüro danken, das die schwere Pflicht hatte, auf einem 740