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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 739

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 739 (sequence 749)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--5039-3481183
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die Alten gegangen. Wir hoffen, daß auch mit den jetzigen jungen Chaluzim die Alten gehen werden. Dann werden wir sicher sein, daß der Grund zum Aufbau des Landes gelegt ist. Wir haben uns mehr als zehn Tage beraten und sind zu positiven Resultaten gekommen. Die wichtigste Folge unserer Beratungen ist, daß nicht nur das Volk, sondern auch der Zionismus nach Zion geht — die Verwaltung des Jüdischen Nationalfonds wird nach Palästina verlegt. Das ist der Beginn der Erlösung. Aber es muß auch überall energische Arbeit geleistet werden. Die Möglichkeiten sind jetzt groß, das Volk muß seine Pflicht erfüllen und seine Heimstätte aufbauen. Dann wird Palästina Erez Israel sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Präsident Sokolow: Herr Oberrabbiner Dr. C h a j e s hat das Wort. Delegierter Dr. Chajes (Oesterreich, von stürmischem, langanhaltenden Beifall und Händeklatschen begrüßt, hebräisch): Meine Herren, wir sind glücklich nach zwei Wochen von Arbeit, Streit und Kämpfen am Ende angelangt. Wir wollen offen zugeben, daß es Kämpfe und Streitigkeiten gegeben hat. Ich selbst habe zwar nicht gekämpft, nicht etwa, weil ich nicht zu kämpfen verstehe, sondern weil ich überhaupt mit Zionisten nicht kämpfen möchte. In jedem Juden finde ich einen heiligen Funken. Auch in anderen Parlamenten gibt es heftige Kämpfe, aber das praktische Leben des Staates zwingt sie zu gemeinsamer Arbeit. Wir aber kommen freiwillig her, daher ist für uns dieser Kampf gefährlicher. Wir sind zu kämpfen gewöhnt, da wir immer eine unterdrückte Minderheit waren. Ich wünsche nur, daß unsere Kämpfe immer sachlich und im guten Glauben durchgeführt werden. Ich glaube im Namen des ganzen Kongresses zu sprechen, wenn ich zum Schlüsse dem Präsidium für die gerechte und glückliche Leitung der Sitzungen danke und wünsche, daß es gelingen möge, auf dem Wege nach Palästina alle Schwierigkeiten zu umgehen. Präsident Sokolow: Dr. W e i z m a n n! Präsident Dr. Weizmann (mit stürmischem, sich immer wieder erneuernden Beifall und Händeklatschen begrüßt): Die Stunde ist spät und der Worte sind genug gefallen. Ich werde sehr, sehr kurz sein, denn es gilt jetzt: weniger zu reden, mehr zu schweigen und viel zu tun. Ich habe erstens eine angenehme Pflicht zu erfüllen: Ihnen im Namen meiner Kollegen und in meinem eigenen für die Wahl zu danken. Wr sind uns bewußt, daß wir eine schwere Aufgabe auf uns genommen haben. Diese sorgenvollen Stunden, die wir hier zugebracht haben, haben uns die Größe, die Weite der Aufgabe gezeigt. Ob wir ihr werden gerecht werden, wird der nächste Kongreß zeigen. Das Eine glaube ich versprechen zu dürfen: Wir werden unser Bestes tun. Ob das Beste ausreichend ist, werden wir sehen. Morgen, nach einem Tage, werden wir Rückschau halten, was dieser Kongreß, der zwölfte der Zahl nach, aber vielleicht der 47* 739

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