Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 715 (sequence 725)
- Language
- German, English, Hebrew
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unter keinen Umständen vorenthalten werden darf. Die innere Regelung der Einwanderung nach Erez Israel nach Maßgabe der Aufnahmefähigkeit des Landes ist Sache des jüdischen Volkes und seiner organisierten Vertretung, der Zionistischen Organisation, in Verständigung mit der Administration Palästinas. Der XII. Kongreß gibt seiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß nur eine gerechte entschiedene Politik gleicher Rechte und gleicher Pflichten für alleBevölkerungsteile in Erez Israel, nur die strenge, unnachsichtige Wahrung der Gesetzlichkeit und der Sicherheit der Person und des Eigentums, nur eine ehrliche folgerichtige Politik auf Grundlage der Balfour-Dekiaration Erez Israel den Frieden geben und die Basis schaffen werden für ein gutes Einvernehmen und ein friedliches Zusammenarbeiten der Juden und Araber zum Wohl und Segen des Landes und seiner gesamten Bevölkerung. Der XII. Kongreß nimmt mit Befriedigung Kenntnis von den Schritten, die die Exekutive auf Grund der Beschlüsse der Prager A. C.-Tagung bei der britischen Regierung unternommen hat, und fordert sie auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Postulate ehestens durchzusetzen." (Lebhafter, langandauernder Beifall und Händeklatschen.) Der politische Ausschuß hat ferner das Problem unseres Verhältnisses zu den Arabern genau erwogen und beschlossen, Ihnen die folgende Resolution vorzulegen (liest): V. „Mit Trauer und Empörung hat das jüdische Volk die Ereignisse der letzten Zeit in Palästina durchlebt. Die feindliche * Haltung der durch gewissenlose Elemente verhetzten Teile der arabischen Bevölkerung Palästinas, die in blutigen Gewalttaten zum Ausbruche gekommen ist, kann weder unsere Entschlossenheit zur Errichtung des jüdischnationalen Heimes schwächen, noch unseren Willen, mit dem arabischen Volk in einem Verhältnis der Eintracht und der gegenseitigen Achtung zu leben und im Bunde mit ihm die gemeinsame Wohnstätte zu einem blühenden Gemeinwesen zu machen, dessen Ausbau jedem seiner Völker eine ungestörte nationale Entwicklung sichert. Die zwei großen semitischen Völker, die schon einmal das Band gemeinsamer kultureller Schöpfung verknüpfte, werden auch in der Stunde ihrer nationalen Wiedergeburt ihre Lebensinteressen zu gemeinschaftlichem Werk zu vereinigen verstehen. 715