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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 714

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 714 (sequence 724)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--5014-3481158
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auf, auch fernerhin keinen Schritt unversucht zu lassen, damit die administrative und wirtschaftliche Einheit Palästinas der Einflußsphärenpolitik nicht preisgegeben wird und die Siedlungsmöglichkeiten für die Arbeit suchenden jüdischen Massen nicht geschmälert werden. Der Kongreß hofft, daß die Regierung der Französischen Republik den Interessen des jüdischen Volkes in dieser Richtung entgegenkommen wird/4 (Lebhafter, langandauernder Beifall und Händeklatschen.) Weiters, meine Damen und Herren, hat der politische Ausschuß ganz genau die Lage und die politischen Ereignisse in Erez Israel geprüft. Der politische Ausschuß hat alle Dokumente gelesen, auf Grund deren die Forderungen und Beschlüsse der Prager A.C.-Sitzung formuliert und der englischen Regierung durch die Exekutive übermittelt wurden. Sie wissen, meine Damen und Herren, daß in der Sitzung des A. C. auch wegen der Ereignisse in Jaffa und in den Kolonien eine Protesterklärung verfaßt wurde, welche zugleich mit einer Anzahl von Forderungen über die Lage und Administration, in präziser Weise gefaßt, der englischen Regierung übergeben wurde. Der politische Ausschuß hat jedoch geglaubt, daß der Kongreß seine Stellung zu präzisieren und einen feierlichen Protest in derselben Weise zu erklären habe und die Forderung nach einer Besserung der Lage aussprechen müsse. Daher hat der politische Ausschuß die folgende Resolution angenommen, die ich Sie ebenfalls anzunehmen bitte (liest): IV. „Der XII. Kongreß erachtet es als seine heilige Pflicht, feierlich Protest zu erheben gegen die im Mai d. J. von dem verhetzten arabischen Mob an der jüdischen Bevölkerung Jaffas und der Kolonien Judäas und Samariens verübten Blut- und Gewalttaten, und bedauert, feststellen zu müssen, daß diese Taten bis heute nicht die angemessene Sühne gefunden haben. Der Kongreß weist insbesondere auf die Tatsache hin, daß die bestialische Ermordung des hervorragenden Schriftstellers Brenner und seiner Kollegen bislang ungeahndet geblieben ist. Mit aller Entschiedenheit muß der Kongreß Verwahrung einlegen gegen die im Zusammenhang mit den Maiexzessen erfolgte Sperre der Einwanderung nach Erez Israel, die auch später nicht völlig aufgehoben, sondern lediglich von weitgehenden Einschränkungen abgelöst wurde. Desgleichen muß sich der Kongreß entschieden dagegen aussprechen, daß eine Anzahl von Juden im Zusammenhang mit den Maiereignissen aus politischen Gründen auf administrativem Wege aus Erez Israel ausgewiesen worden sind. In diesen Maßnahmen, die geeignet erscheinen, die gewissenlosen Hetzer und Gewalttäter zu weiteren Ausschreitungen aufzumuntern, erblickt der Kongreß eine schwere Verletzung unserer Rechte und Lebensinteressen. Der Kongreß erklärt vor aller Welt, daß die freie Einwanderung nach Erez Israel ein unantastbares Recht des jüdischen Volkes ist, das ihm 714

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