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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 682

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 682 (sequence 692)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4982-3481126
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Londoner Jahreskonferenz ausgegeben, in M.-Ostrau und neuerdings bei der A. C.-Sitzung in Prag bestätigt. Worum handelt es sich? Soll die Leitung der Alijah in der Hand eines Beamten, der von London ernannt wurde, liegen oder die ganze Regelung und Organisation der Alijah von einer Kommission durchgeführt werden? Es ist klar, daß es auf diese Fragen nur eine Antwort gibt. Man kann das nicht in die Hand eines Beamten legen. Es gibt ganz konkrete Arbeiten, sagt Herr Levite. Ich frage, ist denn das Palästinaamt ein Konsulat für Palästina? Es gibt Arbeiten, die durch einen Beamten, der sich nicht auf eine zionistische, kräftige Ortsorganisation stützen kann, nicht gemacht werden können. Ich bitte den Kongreß, den Majoritätsantrag, der die Sanktion der Londoner Jahreskonferenz, der Mährisch-Ostrauer Palästinaämterkonferenz und der A. C.-Sitzung in Prag hat, anzunehmen. Delegierter Babkow (Rußland): Wenn der Leiter von den Organisationen bestimmt wird, wer ist verantwortlich für die Emigrationspolitik? Mitglied der Exekutive Dr. Eder: Ich will Ihnen im Namen der Exekutive und auch auf Grund meiner eigenen Erfahrung in diesen Fragen sagen, daß wir auf Seite des Minoritätsantrages stehen. Auch meine Erfahrungen als Vertreter des Immigrationsamtes in Palästina sprechen dafür. (Lebhafte Zwischenrufe. — Lärm.) Vizepräsident Berlin: Ich bitte um Ruhe! Ich habe mit dem Präsidenten der Organisation gesprochen. Dr. Eder hat als Privatperson gesprochen. (Widerspruch.) Delegierter Dr. Eder: Nein! Ich spreche im Namen der Exekutive! Delegierter Mereminski (Zeire Zion): Ich stelle die Anfrage, ob die A. C.-Beschlüsse und die Beschlüsse der Konferenz von M.-Ostrau als gültig betrachtet werden. Vizepräsident Berlin: Die Antwort auf diese Frage wird Herr Levite geben. (Lebhafte Rufe: Nein! Die Exekutive soll antworten!) Dann wird Herr Dr. Eder antworten. Mitglied der Exekutive Dr. Eder: Das ist eine ganz allgemeine Frage. Sie wissen wohl, daß alle Beschlüsse des A.C. nur bis zum Kongreß Geltung haben, sie waren Vorschläge für den Kongreß. Hier haben Sie das Recht zu beschließen, was Sie wollen. (Ruf: Das kann uns nicht zufriedenstellen!) Vizepräsident Berlin: Ob Sie das zufriedenstellt oder nicht, ist Ihre Sache. Die Antwort ist gegeben worden! (Rufe: Stimmt! Sehr richtig!) Die Leitung hat schon gesprochen! Wenn jemand aus dem Plenum das Wort will, wird er es erhalten. Als nächster hat das Wort Herr Levite als Führer der Minoritätsantrags-Gruppe. Nachher Dr. K o r n g r ü n als Vertreter der Kommission. Delegierter L. Levite: Meine Herren! Wir wollen doch die Sache in vollständiger Ruhe behandeln. Es ist selbstverständlich nicht eine Angelegenheit, die mit Abstimmungen oder gar mit Gewalt durchzusetzen ist. Ich will ver- 682

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