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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 655

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 655 (sequence 665)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4955-3481099
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schlägig beschieden wurde. Hier wurde es beim Direktorium wieder beschlossen und von oben wieder nicht erlaubt. Wir haben eine Anfrage an die Sammelstellen ergehen lassen und von 20 waren 18 dafür und 2 dagegen. Das Zentrum des Nationalfonds muß in Palästina sein. Die Sache liegt nur beim Kongreß. Man diskutiert über diese Frage schon jahrelang, aber geschehen wird sie nur, wenn Sie „ja" sagen, sonst nicht. Fassen Sie diesen Beschluß, ich bitte Sie darum, und fordern Sie die nächste Exekutive auf, ihn durchzuführen. Mitglied der Exekutive R. Lichtheim: Ich hatte nicht die Absicht, die Frage sachlich zu diskutieren, daher mein Antrag. Aber die Herren Simon und U s s i s c h k i n haben die sachliche Debatte begonnen, daher bin ich genötigt, auf die Sache selbst einzugehen. Ich glaubte, dem Kongreß einen Dienst zu erweisen, wenn ich vorschlug, den Antrag als Material dem A. C. zu überweisen. Gegen Herrn Simon habe ich zu bemerken, daß ich seine Auffassung für grundfalsch halte, wie sie sich schon erwiesen hat. Er ist der Meinung, daß alle Arbeit in Palästina zu konzentrieren ist und daß man in London nichts braucht als eine Expositur für politische und finanzielle Angelegenheiten. Meine Anschauung hingegen ist, daß die Propaganda außerhalb Palästinas konzentriert werden muß, weil nur auf diese Weise die große Masse erreichbar ist und wenn Sie diesen Antrag Simon annehmen werden, werde ich einen Zusatzantrag stellen, daß mit dem Keren Hajessod und dem J. C. T. dasselbe geschieht. Der Sammelapparat ist eng verknüpft mit unserer Agitation und Propaganda. Wollen Sie, daß der Nationalfonds mit seinem Sammelapparat nach Palästina geht, dann beschließen Sie doch auch, daß der Keren Hajessod und die Agitation und Propaganda überhaupt nach Palästina geht. Das eine zu tun und das andere zu lassen, ist grundfalsch. Sie scharfen auf diese Weise nur eine organisatorische Verwirrung. Vizepräsident Lipsky: Ich stelle den Antrag L i c h t h e i m zur Abstimmung, daß das Ganze der Exekutive und dem A. C. als Material übergeben werde. Wer dafür ist, wolle die Hand erheben und die Karte hochhalten. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist abgelehnt. Delegierter Dr. Daiches (deutsch): Ich möchte ein Amendement vorschlagen und zwar, daß es statt: „so rasch als möglich" heiße: „sobald es ratsam erscheint." Mitglied des A.C. Prof. Warburg: Ich habe Herrn Daiches nicht verstanden: Wem ratsam? Delegierter Dr Daiches: Bei „so rasch als möglich" muß auch jemand bestimmen, wann die Möglichkeit gegeben ist. Vizepräsident Lipsky: Wer ist für den Antrag Dr. Daiches? (Nach erfolgter Abstimmung:) Gegenprobe! Ist abgelehnt. Herr Dr. Sofer hat das Wort! Delegierter Dr. Sofer: Ich beantrage, über den ersten Punkt abzustimmen und die anderen Punkte dem Aktions-Comitee zu überweisen. Mitglied des A.C. Prof. Warburg: Ich schließe mich diesem Antrage an. 655

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