Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 649 (sequence 659)
- Language
- German, English, Hebrew
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Vizepräsident Dr. Klumel: Die nächste Sitzung des Kongresses findet heute um 10 Uhr statt. Die Sitzung ist geschlossen. Schluß der Sitzung: 9 Uhr abends. Dienstag, den 13. September 1921. 24. (Nacht-) Sitzung. Beginn: 10 Uhr 45 nachts. Vizepräsident Lipsky: Die Sitzung ist eröffnet. Die Herren Delegierten werden gebeten, ihre Plätze einzunehmen. Vizepräsident Dr. Klumel (Polen, jüdisch): Ich habe noch eine Ergänzungsresolution vorzulegen. Es liegt hier eine Resolution von Herrn K 1 e i n m a n n vor, die eigentlich bei der Budget-Debatte hätte vorgelegt werden sollen: „Die Exekutive wird beauftragt, ein offizielles Organ in hebräischer Sprache in London oder in Palästina herauszugeben." Vizepräsident M. Berlin (Misrachi, hebräisch): Ich unterstütze diesen Antrag, da ich ein hebräisches Zentralorgan für eine absolute Notwendigkeit halte. Ich würde aber wünschen, daß die Besetzung des überaus verantwortungsvollen Postens eines Redakteurs dieses Blattes dem A. C. vorbehalten werde. Vizepräsident Lipsky: Das Wort hat Herr Joseph C o w e n. Mitglied der Exekutive J. Cowen (englisch): Meine Damen und Herren! Man kommt hier mit einer Sache, die im Budget nicht vorgesehen ist und die man der Budgetkommission nicht vorgelegt hat, die wieder eine ziemlich große Summe beansprucht. Ich habe nichts gegen eine hebräische Zeitung und niemand am Kongresse kann etwas dagegen haben. Aber ich habe die Erfahrung — ich weiß, was man mit dem „Haolam" gemacht hat — wie schwer eine solche Sache auszuführen ist. Wenn Sie in einer Hurrastimmung diese Sache beschließen, so setzen Sie sich der Gefahr aus, daß sie die Organisation nicht ausführen kann. Tun Sie nichts in Hurrastimmung. Beschließen Sie eine Empfehlung an die Exekutive oder einen Wunsch, aber binden Sie nicht der Exekutive die Hände in dieser Angelegenheit. Ich bitte Sie, die Resolution in dieser Fassung abzulehnen. Mitglied der Exekutive M. M. Ussischkin (hebräisch): Herr Cowen wundert sich, wie die Resolution, ohne die Kommission zu passieren, hier vorgebracht wurde. Auch ich bin darüber erstaunt. Die Exekutive soll klar und deutlich sagen, ob sie für oder gegen eine hebräische Zeitung ist. (Zwischenruf: Wir sind dagegen, weil wir das Geld nicht haben!) Man spricht über Hurrastimmung. Mich wundert nur, daß alle Ziffern, die hier gekürzt wurden, auf Rechnung der Kultur und der hebräischen Sprache gekürzt wurden. Sie haben den Streit über das Schulwesen gehört. Wir reden über die hebräische Sprache und tun 649