Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 644 (sequence 654)
- Language
- German, English, Hebrew
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Delegierter Farbstein: Ich beantrage eine kleine Ausbesserung: Es soll nämlich lauten: die Festsetzung der Höhe des Schekels bei Landesverbänden mit unterwertiger Valuta wird im Einvernehmen mit den Landesverbänden und Föderationen .... Berichterstatter Dr. Halpern: Ist so vorgesehen! Delegierter H. Ehrenreich (Poale Zion-Amerika): Es ist dem Kongresse bekannt, daß die amerikanischen Delegierten den Schekel in der Höhe von % Schilling verlangt haben. Das haben sie in der Kommission erklärt. Es ist für viele absolut unmöglich, den Schekel in dieser Höhe zu entrichten. Der Schekel ist eine Luxussache geworden. Es ist besser, den Schekel herabzusetzen und so die Agitation für die Organisation zu ermöglichen. Ich beantrage, den Schekel mit Vi Shilling anzusetzen. Vizepräsident Dr. Klumel: Es wird vorgeschlagen, diesen Antrag zurückzustellen, bis die Budgetkommission sich mit der Organisationskommission und den amerikanischen Delegierten ins Einvernehmen gesetzt hat. Wer ist dafür? (Nach erfolgter Abstimmung:) Gegenprobe! — Angenommen. Berichterstatter Dr. Halpern: Ich verlese nun die weitere Resolution (liest): „Die Kosten der Verwaltung der Organisation müssen durch die Landes- und Sonder verbände voll gedeckt werden. In erster Linie dient hierzu der Schekel. Ein etwaiger Fehlbetrag wird von den Landes- und Sonderverbänden nach Maßgabe eines von der Exekutive festzusetzenden Schlüssels umgelegt." Delegierter Dr. B. A. Kahn (Holland):; Hoher Kongreß! Dieser Antrag sieht sehr richtig und natürlich aus, aber ich muß ein Wort dazu sagen, um Ihnen ins Bewußtsein zu bringen, was der Antrag eigentlich bedeutet. Wenn der Schekel richtig eingebracht wird, dann ist dieser Antrag nicht nötig. Aber der Schekel wird nicht richtig eingebracht und der Kongreß hat bei der Behandlung des Organisationsstatutes gezeigt, daß er keine Lust hat, den Schekel einzubringen. Die Folge ist, — wenn Sie die Resolution annehmen — daß ein paar Landesverbände, die regelmäßig ihren Schekel bezahlen, auch noch für die Länder bezahlen, die keine Lust haben, den Schekel einzubringen, ps ist mir als Mitglied des Legitimationsausschusses deutlich geworden, .wie weit diese Mißstände eingerissen sind. Man muß dem ein Ende machen. Dem Kongreß hat ein Vorschlag vorgelegen, die Wahlen nach der Durchschnittsziffer der Schekeleingänge zweier Jahre zu berechnen. Die Föderationen haben gezeigt, daß sie Schekel sammeln wollen, wenn es um die Macht geht, nicht aber, wenn es sich um die Erhaltung der Zionistischen Organisation handelt. Also muß damit ein Ende gemacht werden, daß ein paar Organisationen die guten Schlemihle der Zionistischen Organisation sind und die anderen einfach verweigern, die Schekel einzuzahlen. Ich muß Sie bitten, diesen Antrag abzulehnen und bei der Behandlung des übrig gebliebenen Teiles des Organisations-Statutes — wir sind noch nicht ganz fertig — auf den Vorschlag der Organisations-Kommission zurückzukommen und den 644