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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 629

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 629 (sequence 639)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4929-3481073
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die Verantwortung für dieses Budget nicht übernimmt, wenn die Erhöhung angenommen werden sollte. Als ob die anderen Budgetposten schon sicher wären! Nun möchte ich feierlich erklären, daß, wenn Sie jetzt den Lehrern irgendwelche Erhöhungen verweigern, Sie damit die Möglichkeit jeder kulturellen Arbeit unter den Arbeitern und der Bevölkerung verweigern. Und wenn Sie die Pensionssumme, die schon einmal bestimmt wurde, jetzt zurückziehen, garantieren wir nicht für den weiteren Schulbetrieb oder ich bin vielmehr sicher, daß die Schulen nicht eröffnet werden. Wenn der Kongreß die Verantwortung nicht übernehmen will und alles auf die Lehrer abwälzt, dann werden die Schulen nicht eröffnet werden. (Stürmische Zwischenrufe. — Lärm.) Delegierter Dr. Daiches: Ich schlage vor, daß die Abstimmung über die Beschlüsse der Kulturkommission nach der Abstimmung über die Beschlüsse der Budgetkommission vorgenommen werden sollen. Delegierter Dr. Braude: Ich schlage folgenden Ausweg vor: Vielleicht wird der Kongreß für den Ausweg sein, die Posten, welche die Herren von der Kulturkommission vorgeschlagen haben, als außerordentliche Budgetposten anzunehmen und die Exekutive zu beauftragen, dieses außerordentliche Budget zu decken, soweit sich die Möglichkeit bieten wird. Die über das ordentliche Budget hinausgehenden Summen bewilligt der Kongreß als außerordentliches Budget und beauftragt die Exekutive, es zu decken, falls ihr weitere Mittel zur Verfügung stehen. Berichterstatter Dr. Halpern: Dagegen habe ich nichts! Vizepräsident Dr. Klumel: Der Antrag ist nahezu derselbe, wie der von Herrn Dr. Daiches gestellte. Herr Simon hat das Wort. Mitglied des A.C. Julius Simon: Zu den Ausführungen der Herrn Dr. Mossinsohn habe ich folgende Feststellung zu machen. Die gleiche Drohung mit dem Streik der Lehrer wurde auch gegenüber der Reorganisationskommission gemacht. Die Lehrer haben, als sie davon hörten, eine derartige verräterische Handlung entrüstet von sich gewiesen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Lärm.) Delegierter Dr. Mossinsohn: Ich erkläre, daß diese Darstellung nicht richtig ist, und kann das auch protokollarisch beweisen. Es war zweimal beschlossen worden, daß die Lehrer streiken sollten und zwar nicht nur deshalb, weil den Lehrern die Gehälter nicht bezahlt wurden, sondern auch, weil Sie sich unmenschlich und unzionistisch gegen sie benommen haben. (Lebhafte Zwischenrufe seitens des A. C.-Mitgliedes Simon.) Vizepräsident Dr. Klumel: Nicht Sie, Herr Simon, haben den Ausdruck „verräterisch" gebraucht, sondern die Lehrer haben dies gesagt. Delegierter Dr. Mossinsohn: Die Lehrer haben wohl kein Recht dazu. Ich habe hier jene Worte gebraucht, die die Lehrer selbst angewendet haben. Wenn kein Streik 629

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