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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 614

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 614 (sequence 624)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4914-3481058
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welche Vergnügungsstätten, sondern lernen hebräisch. Das genügt aber nicht. Die Verbreitung der hebräischen Sprache kann nicht von dem kleinen Jischuw in Palästina ausgeführt werden. Wenn die Sprache Euch teuer ist, dann könnt Ihr nicht die 6000 Pfund, die für die Abendkurse bestimmt waren, streichen. Es genügt nicht, daß die Kinder in der Schule die Sprache erlernen, man muß die Sprache auch unter den Erwachsenen verbreiten. Vizepräsident Dr. Klumel: Hoher Kongreß! Es liegt ein Antrag vor, den ich vorbringen muß. Ich habe zwar die Antragsteller gebeten, das noch zu verschieben, sie verlangen aber die sofortige Abstimmung. Der Antrag lautet auf Schluß der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner. Delegierter S. Goldenberg (Rußland, jüdisch): Wir können nicht bei der wichtigsten Frage, bei der Frage des Budgets, die Cloture anwenden. Ich beantrage, daß die vorgemerkten Redner noch zu Worte kommen. Vizepräsident Dr. Klumel: Es liegt ein Antrag des Herrn Goldenberg vor, die Rednerliste zu schließen. Der weitergehende Antrag ist der auf Schluß der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner. (Ruf: Ich bitte ums Wort zur Geschäftsordnung!) Jetzt gebe ich nicht das Wort, jetzt sind wir bei der Abstimmung. Wer ist dafür, daß wir ohne Anhörung der Redner die Debatte schließen sollen? (Nach einer Pause:) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Jetzt kommen die Anträge und Resolutionen der Budget-Kommission zur Abstimmung. Mitglied des A. C. Dr. H. Loewe (deutsch): Ich bitte um eine Auskunft. Wie kann man den Kongreß in irgendeiner Form darauf aufmerksam machen, daß das Budget der Bibliothek arg verschandelt worden ist, und wie kann man den Kongreß bitten, das Budget in der Form wieder herzustellen, wie dies von mir beantragt worden ist? Durch den Schluß der Debatte ist einem diese Möglichkeit benommen. Vizepräsident Dr. Klumel: Wir werden über jeden Paragraphen abstimmen und dabei einem Delegierten für und einem gegen das Wort erteilen. Herr Dr. Loewe wird nichts dagegen haben, wenn ich ihn als einen der Delegierten verzeichne, die das Wort ergreifen wollen. Berichterstatter Dr. Halpern: Ich habe in diesem Augenblick nur eine grundsätzliche Bemerkung zu machen, die bei den Beschlüssen über die einzelnen Posten des Budgets für Sie von besonderer Bedeutung ist. Wir haben Ihnen ein Budget vorgelegt und erklärt und ich wiederhole diese Erklärung: wir sind außer Stande und wir lehnen es ab, dieses Budget in seiner Gesamtziffer zu erhöhen. Nun, meine Herren, Sie sind in diesen Fragen selbstverständlich genau so souverän wie in allen anderen Fragen. Wenn Sie also der Meinung sind, daß unsere Aufteilung des Budgets nicht die richtige ist, so steht es bei Ihnen, innerhalb des Budgets die von Ihnen gewünschten Veränderungen vorzunehmen. Ich bitte Sie, in diesem Sinne vorzugehen und sich von vornherein darüber klar zu sein, daß ein Vorgehen, bei dem Sie sagen: ich sehe ein, daß alles andere auch wichtig ist, ich will niemandem etwas wegnehmen, aber mir soll man das und das zugeben, aus technischen Gründen einfach unmöglich ist; wenn Sie dieses Verfahren 614

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