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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 609

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 609 (sequence 619)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4909-3481053
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bietet die Kupath Milve, eine Anleihekasse, mit monatlicher Kapitalssubvention zur Deckung der notwendigen Verluste aus den Anleihen. In der Weise hat die Kupath Milve mehr für die Immigration und die Erweiterung des Jischuws und den Aufbau des Landes getan als die A. P. C. Dasselbe wird man haben mit anderen Investitionen, wie Baukrediten, Agrar-Hypotheken usw. Auch die Bank hat ihre „langfristigen Kredite". Es ist besser, dieses vorauszusehen. Ich möchte Ihnen noch ein Beispiel nennen: die Arbeiterbank. Die Arbeiterbank ist mit 40 000 Pfund geschaffen worden. Sie hat ihr Kapital nicht verloren, aber der Waad Hazirim hat sein Kapital bei der Arbeiterbank verloren. Man sieht als Bankier nur zu, daß man durch automatische Rückzahlung aus den Raten der Regierungszahlungen für öffentliche Arbeiten sich deckt. Ob dann das Geschäft oder die Arbeit gut geht, geht den Bankier nichts an. Aber wer soll das Defizit bezahlen? So ist es gekommen, daß die Arbeiterbank nicht aufbauend gewirkt hat, weil die Arbeiter nicht mit ihrem eigenen Kapital das Risiko tragen. Ich komme damit zu meinem letzten Punkt, der Finanzverwaltung in Palästina. Die Hurra-Stimmung, der Enthusiasmus, der bei der Debatte über den Keren Hajessod geherrscht hat, darf bei den Ausgaben nicht herrschen. Im Gegenteil, da hat finsterer Ernst Platz zu greifen. Es ist die Treasury hier genannt worden, die Kassenverwaltung, ein anderer hat von Buchhaltung gesprochen. Diese Worte sind bedeutend. Man sieht noch nicht ein, was das Wesen der Treasury ist. Ein Kassierer kann Kassenverwalter sein, ein Buchhalter kann die Buchhaltung führen, aber das ist keine Treasury, das ist nicht die verantwortliche Finanzverwaltung in Palästina. In den 2Vi Jahren, da ich dieses Amt geführt habe, mußte ich einen großen Kampf führen, um zu einer verantwortlichen Treasury zu kommen, die eine eigene Rechtsposition hat. In dem Ihnen unterbreiteten Finanzberichte werden Sie die Entwicklung lesen können, die die Treasury durchgemacht hat, bis sie sich unter großen Widerständen zu einer selbständigen Position durchgerungen hat. Wenn ein kleines Budget da ist, ist die Verantwortlichkeit geringer. Sie denken vielleicht, daß ich eine schwere Zeit gehabt habe, weil ich in letzter Zeit ein kleines Budget hatte. Nein,»-das hat uns vielmehr geholfen. Wenn Sie jetzt ein großes Budget angenommen haben, dann erwächst daraus für den Treasurer eine größere Verantwortlichkeit und er muß die Möglichkeit haben, seine Aufgabe zu erfüllen. Viel Geld und ein großes Budget erzeugen Demoralisation, wenn sie nicht zusammengehen mit einem starken Verantwortlichkeitsgefühl und wenn nicht jeder Piaster denselben Wert hat wie früher bei dem kleinen Budget. (Lebhafte Zustimmung.) Deshalb, meine Herren, ist eine Konstitution der Treasury notwendig und die Anfänge dieser Konstitution sind von der Reorganisations-Kommission geschaffen worden. Dieser gebührt großes Lob, daß sie endlich und zum erstenmal der Treasury diese Konstitution gegeben hat, denn dies liegt im Interesse unserer ganzen Bewegung. Diese Konstitution ist noch nicht bestätigt, und deshalb bringe ich die Sache hier vor, weil dies ein Interesse des Kongresses ist. 39 609

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