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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 599

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 599 (sequence 609)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476278--4899-3481043
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sind, weil jeder von Ihnen weiß, — da kann ich mich ausnahmsweise auch an die Gäste, besonders an die Damen wenden — daß ein Budget, welches nicht feststeht, bei dem man bei sich selbst von allen möglichen Contis von Tag zu Tag leihen muß, am Ende sich viel höher stellt, als die gleiche Leistung, wenn man das Geld für die Ausgaben regelmäßig und rechtzeitig erhält. Wir halten es für eine absolute Notwendigkeit, daß diese Sicherung des regelmäßigen und rechtzeitigen Uebersendens der Gelder erfolgt. Jeder von uns ist überzeugt, daß die Mittel für diese laufenden Ausgaben und für die nationalen Investitionen vollauf vorliegen werden, und des weiteren sind wir überzeugt und müssen überzeugt sein, daß auch das gesamte große Budget, das ich Ihnen vorgelegt habe, erfüllt werden wird. Aber ich wiederhole: die Sicherheit der laufenden Arbeit ist das wesentlichste, was wir im Augenblick für Palästina zu tun haben. Damit komme ich zu den außerordentlich beachtenswerten Vorschlägen des Herrn K ap 1 ansky. Ich habe, was ich Herrn Kaplansky überhaupt zu antworten habe, eigentlich schon gesagt. Ich werde es in einer andern Form noch einmal sagen. Wir haben ein Budget aufgestellt und sind überzeugt, daß Ihre Arbeit und Opferwilligkeit dieses Gesamtbudget decken wird. Auch dieses Gesamtbudget bleibt weit hinter dem zurück, was wir verlangt haben, als wir sagten, das Volk muß 25 Millionen Pfund aufbringen. Aber wir sind der Meinung, daß wir einer solchen Aufteilung, wie Herr Kaplansky sie vorschlägt, das heißt eine Einstellung aller Budgetposten auf Grund dessen, daß man von vornherein von einer Einnahme von 50 % gleich 750 000 Pfund ausgeht, nicht folgen können. So ist das nicht. Das Budget muß davon ausgehen: mit wie wenig kann ich möglichst viel leisten und wo kann ich aufhören, ohne eine Bedrohung der Arbeit herbeizuführen? Nur so können wir unser Budget aufstellen und so haben wir es aufgestellt. Wir dürfen nicht den Weg einschlagen, daß wir für die Investitionen, wie sie das Arbeitsprogramm vorsieht, von den 1 % Millionen ausgehen. Es darf uns nicht, Herr Kaplansky, dasselbe passieren, wie es mit dem Schulbudget der Fall ist. Man hat sich bereits auf 100 000 Pfund eingestellt und deshalb ist eine Kürzung unmöglich. Geben wir nicht die Parole aus, daß 750 000 Pfund für das Budget bereits gesichert sind. Ich darf zum Schlüsse sagen: die Begeisterung, wie sie früher alle erfüllt hat, wird sich sicherlich nicht nur in Händeklatschen und Bravorufen auslösen, sondern wird in Arbeit umgewandelt werden. Wir sind überzeugt, daß wir für das Budget 1% Millionen und darüber haben werden. Dann wird selbstverständlich das Prinzip zur Anwendung kommen, von dem Herr Kaplansky spricht, dann wird mehr Geld zur Verfügung stehen und dann werden — und dieses Vertrauen haben Sie sicher zu jenen, die die Arbeit in Palästina machen — die vorhandenen Mittel dort angewendet werden, wo sie am notwendigsten sind. So möchte ich diese Frage beantworten und ich muß Sie daher aus den Gründen, die ich mit all der Vorsicht, die in diesen Dingen notwendig ist, auseinanderzusetzen versuchte, namens der Finanzkommission bitten, auch den Antrag des Herrn Kaplansky abzulehnen. Vizepräsident Sprinzak: Ich schließe die Sitzung. Die nächste Sitzung findet morgen, 10 Uhr vormittags, statt. Schluß der Sitzung: Hl Uhr nachts. 599

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