Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 595 (sequence 605)
- Language
- German, English, Hebrew
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der Gründung von Gartenstädten eine ziemlich starke Einwanderung. Versuche in dieser Richtung sollen gemacht werden. Es ist aber ausgeschlossen, daß etwas Ordentliches gemacht wird, wenn nicht eine Zentralstelle geschaffen wird, die das machen soll. Die Kolonisation-Subkommission hat einstimmig beschlossen, diesen Posten anzufordern. Die Budgetkommission hatte diesen Posten bereits in Aussicht genommen und erst nachträglich wurde die Ziffer von 2 000 Pfund gestrichen. Wir haben uns neuerdings * mit dieser Frage beschäftigt und sind abermals einstimmig zum Resultat gekommen, daß es unmöglich ist, auf diese 2 000 Pfund zu verzichten. Es ist verhältnismäßig eine Bagatelle mit Rücksicht auf die Höhe unseres Budgets, und ich hoffe mit Erfolg an den Kongreß appellieren zu können, wenn ich Sie bitte, eine große Angelegenheit, welche die Exekutive gleichfalls zum Beschluß erhoben hat, zu fördern, indem Sie den Budgetposten von 2 000 Pfund, der sehr bescheiden ist, bewilligen. Ich habe ferner zum Punkte 6 „Versuchsstation" den gleichen Wunsch der Kolonisations-Kommission vorzutragen, den Posten von 10 000 Pfund auf 20 000 Pfund zu erhöhen. Eine Versuchsstation hat nur dann einen Wert, wenn sie wirkliche Versuche in extensiver Weise machen kann. Wollen Sie solche Versuche — und diese sind unbedingt notwendig, wenn die Kolonisation auf eine ordentliche Grundlage gestellt werden soll, — dann müssen Sie diesen Posten auf 20 000 Pfund erhöhen. Ich beantrage also noch einmal: Erhöhung des Postens 5 von 225 000 auf 227 000 Pfund und Erhöhung des Postens 6 von 10 000 auf 20 000 Pfund. Die Spezifikation der einzelnen Posten der Kolonisationskommission würde ich gegebenenfalls in mein Referat aufnehmen. Wenn der hohe Kongreß es wünscht, würde ich diese Spezifikation vorlegen. Mitglied des A.C. S. Kaplansky (Poale-Zion, jüdisch): Ich glaube, ehe der Kongreß das Budget bewilligt, hat er ein Interesse daran, zu erfahren, wieso die Budget-Kommission zu ihren Resultaten gelangt ist. Wir haben da z. B. 225 000 Pfund für landwirtschaftliche Kolonisationen. Es wäre besser, wenn der Kongreß erführe, wie das Agrarbudget aussieht, das die Kommission ausgearbeitet hat. Ich würde vorschlagen, daß Herr Dr. Rufeisen als Berichterstatter der Kolonisations- Kommission uns einen Ueberblick darüber gibt. Berichterstatter Dr. Ruf eisen: Ohne den einzelnen Posten vorgreifen zu wollen, weil auch hier vielleicht noch morgen eine gewisse Differenz auszutragen sein wird, will ich zur Information nachstehende Posten verlesen: a) für Konsolidierung u. Ausbau der bestehenden Farmen 45 000 Pfund: b) für Beteiligungen am Ausbau der Siedlungspunkte in Ober-Galiläa, Telhai, Kfar Gileadi, Machnajim und Ajeleth Haschachar, gemeinsam mit der J. C. A. . . . 5 000 (da sind noch keine neuen Einwanderer darin); c) für landwirtschaftliche Kredite an Einzelpersonen, insbesondere auch neue Einwanderer...... 40 000 „ d) für Arbeitssiedlungen (Moschwej Owdim) .... 56000 „ e) für Ueberführung von Chaluzim, darunter auch neuen Einwanderern zur Landwirtschaft, für Okkupationsarbeiten und Vorbereitung des Bodens (Gedud Awodah u. a.)............... 70 000 „ f) für die Beteiligung an der Ansiedlung von demobilisierten Legionären............. 20 000 g) für Jemenitensiedlungen, insbesondere Häuserbau . 28 000 h) für Ausbildung von Mädchen in der Landwirtschaft und Hauswirtschaft............. 10 000 „ 38 595