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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 594

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 594 (sequence 604)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4894-3481038
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Berichterstatter Dr. G. Halpern: Hoher Kongreß! Das Ihnen vorgelegte Budget enthält sämtliche Posten, die wir Ihnen zur Bestätigung vorzulegen haben. Wir standen auf dem Standpunkte und ich stehe heute noch auf diesem Standpunkte, daß seitens aller andern Kommissionen mit Ausnahme der Finanzkommission Budgetposten auf dem Kongresse nicht eingebracht werden können. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Es gibt keine Budgetposten einzelner Ressorts. In allen Ländern und Organisationen muß das an einer Stelle zusammenfließen und es sind uns auch von allen Stellen die Wünsche der einzelnen Kommissionen nach dieser Richtung hin überbracht worden. Was die Frage der Kulturkommission betrifft, so steht die Sache folgendermaßen: es lag ein Budget für das Schulwesen in Palästina vor und auch für die weiteren Posten, für die Schulbauten, das Technikum, die Bibliothek. Die Budgetkommission beschäftigte sich sehr ausführlich mit dieser Frage und hat die Sachverständigen aus Palästina für diese Frage, vor allem den Leiter unserer Schularbeit in Palästina über das Schulwesen in Palästina befragt. Die Budgetkommission ist dann zu den Resultaten gelangt, die ich Ihnen vorgetragen habe. Vor drei Tagen hatten wir in der Budgetkommission die Ehre, drei Vertreter der Kulturkommission zu sehen, die uns befragten, ob die Budgetkommission bereit sei, eine Delegation von drei andern Vertretern zu empfangen. Wir fragten, was die Delegation mit uns besprechen wolle, und haben von Herrn Yellin die Auskunft erhalten, es handle sich um die Herabsetzung des Budgets für das Schulwesen von 100 000 auf 90 000 Pfund. Darüber haben wir dann mit den Herren gesprochen. Ich brauche das nicht zu wiederholen, das kennen Sie alle. Von weiteren Forderungen der Kulturkommission wurde uns nichts gesagt, wir haben davon bis gestern abend nicht gewußt. Gestern abend aber waren wir nicht mehr in der Lage, irgendwelche Wünsche budgetärer Natur entgegenzunehmen, nachdem das Budget abgeschlossen war und es wird selbstverständlich nichts anderes übrig bleiben, als daß hier die Wünsche der Kultur-Kommission wieder vorgebracht werden. Ich beehre mich aber, namens der Budgetkommission mitzuteilen, daß ich für die Deckung dieser Wünsche keinen andern Weg sehen würde, als den sehr einfachen, mechanischen, daß Sie zu unserer Endziffer Ihre Wünsche dazu addieren. Die Budgetkommission wird aber für dieses Dazuaddieren die Verantwortung nicht übernehmen und ich sehe daher keine Möglichkeit, eine Deckung dieser Wünsche herbeizuführen. Dies hätte ich dazu mitzuteilen. Delegierter Yellin (hebräisch): Ich habe im Namen der Kulturkommission zu erklären, daß wir einer Herabsetzung des Schulbudgets von 100 000 Pfund auf 90 000 Pfund nicht zustimmen können. Ich bin überzeugt, daß der Kongreß unserem Vorschlage zustimmen wird und hoffe, daß der Budgetreferent Mittel finden wird, um diesen Posten auf den ursprünglichen, von der Prager A. C.-Sitzung bestätigten Betrag zu erhöhen. Delegierter Dr. J. Rufeisen (Tschechoslowakei, deutsch): Hoher Kongreß! Im ausdrücklichen Auftrage der Subkommission der Palästina-Kommission, welche sich mit den Kolonisationsfragen beschäftigte, erlaube ich mir den Antrag zu stellen, den Budgetposten für landwirtschaftliche Kolonisation per 225 000 Pfund um 2 000 Pfund zu erhöhen. Es handelt sich um das Gartenstadt-Projekt. Die Angelegenheit ist äußerst wichtig. Wir haben für landwirtschaftliche Kolonisation, für die Ansiedlung von Kolonisten in Erez Israel einen ziemlich bedeutenden Posten bewilligt erhalten, aber nichts oder nur sehr wenig für die Ansiedlung neuer Elemente, die nach Erez Israel kommen. Wir versprechen uns gerade von 594

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