Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 533 (sequence 543)
- Language
- German, English, Hebrew
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setzen und daß innerhalb eines Währungsgebietes der Schekelpreis einheitlich sein muß. Jetzt folgt im zw^iton Absatz diejenige Bestimmung, die auf die schlechte Valuta in Mittel- und Osteuropa und darauf Rücksicht nimmt, daß der Auslandswert der betreffenden Valuta viel niedriger ist als der Inlandskaufpreis. Deswegen soll nun die Höhe des Schekels in Ländern mit schlechter Valuta durch das Aktions-Comitee festgesetzt werden. Schließlich beantragt die Kommission einen weiteren Absatz des Inhaltes, daß für Palästina der Schekel mit einem Shilling festgesetzt wird, Delegierter Dr. Daiches: Ich möchte Sie bitten, statt zweieinhalb Shilling einen Shilling festzusetzen. Denn wir haben in den letzten Jahren sehr große Schwierigkeiten gehabt, eine genügende Anzahl von Schekolim zu verkaufen, weil man sehr schwer in einer großen Versammlung von jedem zweieinhalb Shilling bekommen kann. Wenn wir statt zweieinhalb Shilling einen nehmen, ist es viel leichter. Sie müssen bedenken, daß die Folge dieses Paragraphen die ist, daß die Länder mit schlechter Valuta weniger zahlen und wegen der größeren Anzahl der jüdischen Einwohnerschaft mehr Delegierte wählen, als wir in den Ländern mit besserer Valuta, aber mit schlechterer jüdischer Valuta. Geehrter Kongreß! Nach meiner und meiner Kollegen Erfahrungen in England muß ich sagen, daß die Einkünfte der Organisation unter der Höhe des Schekels gelitten haben. Daher bitte ich Sie, diesen Paragraphen abzulehnen und statt zweieinhalb Shilling einen Shilling anzunehmen. Delegierter Dr. Zwi Bruck (Palästina, hebräisch): Die Budgetkommission hat einen genauen Vorschlag über den Schekel, der heute auf die Tagesordnung kommt. Ich schlage deshalb vor, über diese Frage jetzt nicht zu sprechen. Vizepräsident Motzkin: Der Antrag des Herrn Dr. Bruck geht dahin, daß wir diesen Paragraphen bis zur Anhörung der Budgetkommission zurückstellen. Berichterstatter Dr. Margulies: Der Unterschied zwischen dem Antrage der Budgetkommission und unserem Antrage ist, daß die Budgetkommission ganz genaue Zahlen nennt, während wir glauben, daß in das Statut nur der Rahmen hineinkommen kann. Deswegen glaube ich nicht, daß wir diese Frage zurückstellen können. Vizepräsident Motzkin: Wer für den Antrag Bruck ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist abgelehnt. Delegierter Dr. Braude: Ich bitte den Antrag Daiches abzulehnen. Die Herren sollen in England mehr arbeiten, wenn sie mehr Mitglieder haben wollen. Vizepräsident Motzkin: Der Antrag Daiches lautet, daß als Grundeinheit für den Schekel statt zweieinhalb Shilling ein Shilling festgesetzt werden soll. Wer für diesen Antrag ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Der Antrag Daiches ist abgelehnt. Vizepräsident Farbstein (den Vorsitz übernehmend): Wir haben noch darüber abzustimmen, ob in Palästina der Schekel einen Shilling ausmachen soll. (Ruf: Warum?) 533