Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 526 (sequence 536)
- Language
- German, English, Hebrew
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Agitation 8000 Schekolim verkauft. Wenn wir auch bei verstärkter Agitation zweimal soviel Schekolim verkaufen, so werden wir bei der Annahme, daß höchstens 500 Delegierte sein sollen, dazu kommen, daß auf 4000 Schekolim ein Delegierter gewählt werden wird. Dann werden die kleinen Landsmannschaften nicht dazu kommen, Delegierte zu senden. Im besten Falle werden Landsmannschaften mit 7000 Zahlern zwei Delegierte senden. Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß dadurch unsere Arbeit sehr erschwert wird, und ich möchte die Aufmerksamkeit der Herren von den großen Parteien darauf lenken, daß es leicht ist, bei größeren Landsmannschaften zu arbeiten, daß aber unsere Arbeit sehr erschwert ist, und ich möchte daher ersuchen, sie uns nicht noch zu erschweren. Wenn wir zurückkommen und unseren Leuten sagen, wir werden nicht mehr Rechte haben, sondern die, die wir hatten, sind uns geschmälert worden — in welcher Position werden wir sein? Deshalb schlage ich vor, das Amendement anzunehmen. Damit werden die großen Verbände nichts verlieren, weil sie auch für die ersten 10 000 dieselben Rechte haben sollen wie wir. Ich ersuche Sie nochmals, unsere Arbeit nicht zu erschweren. (Beifall.) Berichterstatter Dr. Margulies: Ich mache darauf aufmerksam, daß § 27 nicht einen Zwang, sondern eine Möglichkeit feststellt und daß infolgedessen bei diesem Beschlüsse auch auf die kleinen Landsmannschaften Rücksicht genommen werden kann und wird. Vizepräsident Motzkin: Wer für den Antrag der Kommission ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. Delegierter Arditti: Es ist noch über meinen Antrag abzustimmen, der ein Zusatzantrag ist und besagt, daß im Falle, daß die Zahl der für ein Delegiertenmandat erforderlichen Schekolim vergrößert werden sollte, diese Vergrößerung nur bei Ueb er schreitung der Zahl von 10 000 Schekolim in Kraft tritt. Vizepräsident Motzkin: Wer für diesen Antrag ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. Mitglied des A.C. Robert Stricker (Oesterreich, deutsch): Im Auftrage des Permanenzausschusses, welcher jetzt tagt und tagen muß, weil er die wichtigste Frage des Kongresses, die Leitungsfrage, behandelt und diese Frage nicht ohne Zusammenhang mit dem Organisationsstatut durchführen kann, spreche ich dem Präsidium die einstimmige Bitte des Permanenzausschusses aus, die heutige Sitzung abzubrechen. Meine Herren! Ich kann Sie versichern, daß ein derartiges Arbeiten nicht möglich ist. Sechzig Ihrer wichtigsten Mitglieder sitzen im Permanenzausschusse. Ich kann nur noch einmal Ihnen und dem Präsidium die einstimmige Bitte des Permanenzausschusses aussprechen, die heutige Versammlung abzubrechen. Mitglied des A.C. Dr. J. M. Bodenheimer (deutsch): Das hätte schon längst ex präsidio geschehen sollen. Wenn der Permanenzausschuß die Bitte an uns richtet, die Verhandlungen abzubrechen, so dürfen wir annehmen, daß hierfür wichtige Gründe bestehen. 526