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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 519

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 519 (sequence 529)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Die Sonderverbände werden sich dies aber sicherlich verbitten. Deswegen waren wir dagegen. Vizepräsident Motzkin: Meine Herren! Wir werden folgenden Modus einhalten: Ein Redner wird gegen den Antrag der Minorität sprechen, der andere für den Antrag. Damit wollen wir die Debatte schließen und dann abstimmen. Wir haben leider nicht viel Zeit. Mitglied der Exekutive R. Lichtheim: Meine Herren! Ich möchte besonders die Herren vom Misrachi auf Folgendes aufmerksam machen: Ich verstehe sehr gut, daß Sie an dem Antrag Barth ein Interesse haben und dafür stimmen wollen. Ich mache aber auf Folgendes aufmerksam: Es liegt eine große Ungerechtigkeit darin. Bei Ihnen, weil Sie ein interterritorialer Verband sind, werden alle Reststimmen aus allen Ländern zusammengezählt. Dagegen sind die Landesverbände der kleinen Länder nicht im Stande, sich zusammenzuschließen. Sie können nicht Belgien und Japan zu einem Verbände zusammenlegen, damit sie zusammen die nötige Zahl der Schekel erreichen. Deswegen mußte man für die kleinen Landesverbände eine Ausnahme machen. Die kleinen Länder mußten in die Lage versetzt werden, je einen Delegierten zu schicken. Wenn Sie das Prinzip durchbrechen und bestimmen, daß auch die Sonderverbände in jedem Lande nach diesem Prinzip verfahren, geht die Zahl der Mandate, um die Sie das vermehren, in die Dutzende. Deswegen haben wir vorgeschlagen, es nicht so zu machen, wie jetzt bei den Wahlen, daß die ersten Tausend und die zweiten Tausend schon einen Delegierten bekommen, sondern es gibt eine Durchschnittszirfer 2000, gleichgiltig, ob es ein Landes- oder ein Sonderverband ist. Jetzt gibt es nur eine Ausnahme zugunsten der kleinen Landesverbände, die nicht imstande sind, sich zusammenzuschließen wie die Sonderverbandsgruppen. Das ist ein gerechtes Prinzip und ich bitte es dabei zu lassen, wie es die Kommission vorgeschlagen hat. Delegierter Dr. A. Barth: Meiner Auffassung nach ist dem Herrn Referenten ein Irrtum unterlaufen. Der Herr Referent ist der Meinung, daß der Antrag, den ich stelle, nur zum Absatz 2 dieses Paragraphen gehört. Dies ist ein Irrtum. Der Antrag, den ich stelle, ist ein grundsätzlicher und bezieht sich auf alle Wahlbestimmungen. . Die Sonderverbände müssen in allen Ländern den Landesverbänden gleichgestellt werden. Wogegen wir uns wehren, ist, daß die Landesverbände vor den Sonderverbänden begünstigt werden, indem sie die Möglichkeit haben, die Reststimmen zusammenzuzählen und die Vorteile der kleinen Länder für sich auszunützen. Delegierter L. Stern (Jugoslawien, deutsch): Es ist eine Tatsache, daß die Linke und die Rechte zusammengenommen nicht die Majorität des Kongresses bilden. Nun haben aber die Abstimmungen eine solche Majorität ergeben, weil die Delegierten der allgemeinen Zionisten jetzt in den Kommissionen arbeiten und nicht im Saale sind. Vizepräsident Motzkin (unterbrechend): Ich muß Sie unterbrechen. Wir haben hier einen Gesamtkongreß und sämtliche Gruppen wissen, um was es sich heute handelt. Wir werden abstimmen ohne Rücksicht darauf, ob eine Partei hier gut oder schlecht vertreten ist. Wenn Sie, Herr Stern, als allgemeiner Zionist den Wunsch haben, daß auch die allgemeinen Zionisten hier sind5> dann laufen Sie in die Kommissionen und sagen Sie es dort und nicht hier. 519

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