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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 520

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 520 (sequence 530)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4820-3480964
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Wir stimmen ab. Zu den Anträgen der Kommission liegt ein Amendement Barth vor (liest): „Die Sonderverbände wählen in jedem Lande nach dem gleichen Schlüssel wie die Landesverbände in den betreffenden Ländern". Der Vorschlag ist absolut klar. Wer dafür ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte zu zählen. (Nach Auszählung:) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach Auszählung:) Der Antrag ist mit 95 gegen 58 Stimmen angenommen worden. (Beifall und lebhafte Zwischenrufe.) Delegierter Dr. Schachtel (zur Geschäftsordnung): Nach Auffassung eines großen Teiles der Delegierten bietet der Kongreß nicht das richtige Bild seines Kräfteverhältnisses, da viele Delegierte in den Kommissionen beschäftigt sind. Ich beantrage daher Vertagung der Sitzung. (Zahlreiche erregte Zwischenrufe — Lärm.) Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Schachtel hat den Antrag gestellt, den Kongreß zu vertagen. Wer dafür ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist abgelehnt. (Mehrere Delegierte verlassen den Saal.) Delegierter Dr. H. Rosmarin: Ich bitte festzustellen, ob der Kongreß beschlußfähig ist. (Lärm.) Vizepräsident Motzkin: Ich bitte die Herren auszuzählen, wieviel Delegierte sich hier befinden. Geehrter Kongreß! Diejenigen, welche weggegangen sind, werden jetzt den Schaden haben. Es gibt in unserer Geschäftsordnung bisher keine Bestimmung darüber, wie groß die Zahl der anwesenden Delegierten sein muß. Daher konnten wir nur über den Antrag auf Vertagung abstimmen. Nachdem Sie diesen abgelehnt haben, tagt der Kongreß weiter. (Beifall.) Das Wort hat. Herr Dr. Margulies. (Andauernder Lärm.) Berichterstatter Dr. Margulies: Wenn die Mitglieder weggehen, werde ich nicht referieren. Ich verlange, daß man da bleibt. Das sind so wichtige Bestimmungen, daß man dazubleiben hat. Vizepräsident Motzkin: Regen Sie sich nicht auf! Berichterstatter Dr. Margulies: Dann schaffen Sie mir Ruhe. Vizepräsident Motzkin: Sie haben überhaupt nicht das Recht, in dieser Weise zu sprechen, Sie haben zu referieren. (Anhaltender Lärm. — Del. Dr. Bodenheimer verlangt das Wort zur Geschäftsordnung. — Der Vorsitzende gibt wiederholt das Glockenzeichen.) Berichterstatter Dr. Margulies: Punkt 2 enthält die Bestimmungen über die kleineren Landsmannschaften. Nach dieser Bestimmung sollen für je 1000 Schekelzahler, auch wenn sie die Zahl von 2000 nicht erreichen, je ein Delegierter gewählt werden. (Redner spricht, da der Lärm unvermindert fortdauert, mit ganz leiser Stimme, so daß er nur dem unmittelbar neben ihm sitzenden Stenographen verständlich wird.) Ich glaube, daß wir entsprechend den Bestimmungen des Punktes 1 die Zahl von 2500 auf 2000 herabsetzen, damit 520

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