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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 516

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 516 (sequence 526)
Language
German, English, Hebrew
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sehe nicht, wieso es demokratisch ist, wenn man einen Kampf hervorruft zwischen den Zeire Zion, dem Misrachi und Gott weiß welchen Parteien. Im Verlaufe des Jahres haben wir alle Gelegenheit, zu agitieren. Die Folgen eines solchen „Wahlkampfes" werden sein, daß der Zionismus zerrissen wird und die Leute das Interesse dafür verlieren. Ich sehe nicht ein, daß das ein Mittel sein könnte, die Leute zu ermutigen, sondern im Gegenteil, es ist geeignet, ihnen die Sache zu verleiden. Ich sage darum, daß dies keine Frage der Demokratie ist. Wir können die Wahlen ruhiger durchführen ohne Kampf und darum sollte es so bleiben, wie bisher. Vizepräsident Motzkin: Es liegt der Antrag vor, daß man über den Antrag der Minorität, der dahingeht, daß die Wahlen nicht nach einzelnen Gruppen, sondern gemeinsam vorgenommen werden sollen, zur Tagesordnung übergeht. Ich habe darüber eine Debatte zugelassen, kann aber eine weitere Debatte nicht mehr zulassen. Jetzt muß die Frage entschieden werden, ob Sie über den Antrag der Minorität zur Tagesordnung übergehen wollen. Delegierter Babkow: Das ist eine sehr wichtige Frage. Vier Redner haben gegen den Uebergang zur Tagesordnung gesprochen, und ich meine, daß es nicht richtig ist, über eine solche Frage einfach zur Tagesordnung überzugehen. Vizepräsident Motzkin: Wer dafür ist, daß über das Minoritätsvotum zur Tagesordnung übergegangen wird, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. Delegierter Dr. Daiches: Ich beantrage folgende Hinzufügung zu Punkt 1: „In den Ländern, in welchen die Zahl der Juden kleiner ist als Y2 Million, sind je 1000 Schekelzahler berechtigt, einen Delegierten zu wählen." Wir wollen in der Judenheit keinen Unterschied machen. Aber Tatsache ist, daß in Polen einige Millionen Juden wohnen, in England bloß 300 000, weshalb England in diesem Jahre nur eine ungenügende Zahl von Delegierten schicken konnte. Wir glauben, daß die westeuropäischen Länder berechtigt sind, eine verhältnismäßig größere Zahl von Delegierten zu schicken. Es wird zur Gesundung des Kongresses beitragen, wenn aus dem Mandatarland eine höhere Zahl von Delegierten kommt, daher schlage ich diese Hinzufügung vor. Vizepräsident Motzkin: Wir werden jetzt über den Punkt 1 abstimmen. Herr Locker hat im Gegensatz zum Vorschlag der Kommission den Antrag gestellt, daß dasselbe Prinzip festgehalten werden soll, welches in der Londoner Wahlordnung der Exekutive beschlossen worden ist. Es handelt sich nur darum, ob man die Zahl aus der Gesamtzahl bestimmen soll. Berichterstatter Dr. Margulies: Herr Locker hat die Beibehaltung dessen beantragt, was als Grundlage für die Wahlen zum jetzigen Kongreß gegolten hat. Vizepräsident Motzkin: Herr Locker hat also nicht das Prinzip vorgeschlagen, sondern dieselbe Zahl. Hier wird vorgeschlagen: 2500 und ein Ueberschuß von 1000. (Ein Delegierter meldet sich zur Geschäftsordnung.) Meine Herren! das Prinzip ist hier 2500, dort 2000, jeder weiß, wofür er stimmen wird. Daß noch außerdem ein Amendement kommt, wissen Sie auch. Wer für 2000 ist, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Wer ist für 2500? 516

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