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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 488

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 488 (sequence 498)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4788-3480932
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fonds. Es sollte unser solchen Rücksichten gewählt werden, daß es aus Männern besteht, die in der praktischen Arbeit, in allen politischen und wirtschaftlichen Fragen mit der Exekutive zusammenwirken können. Ein Problem von besonderer Wichtigkeit ist die Neuregelung des Verhältnisses von Landesverbänden (Landsmannschaften) und Sonderverbänden (Föderationen). Die Meinung über die Bedeutung von Landsmannschaften und Föderationen ist geteilt. Wie es sich von selbst versteht, vertreten die Repräsentanten der Föderationen den Standpunkt, daß nur das Föderationsprinzip das gesunde ist, während sehr viele Vertreter von Landsmannschaften sagen, die Grundlage der Organisation sollten die Landsmannschaften sein. Ich habe in dem Organisationsausschuß gewisse Vorschläge gemacht, die leider nicht in ihrem ganzen Umfange angenommen worden sind. Ich bin überzeugt, man wird in späteren Zeiten wieder darauf zurückkommen. Ich sehe in beiden Organisationsformen richtige Grundprinzipien und es kommt darauf an, wie man die gesunde Verbindung zwischen diesen Prinzipien herstellt. Wir brauchen die Föderationen als Gesinnungsverbände, als Organisationen von Menschen bestimmter Meinung innerhalb des Zionismus. Deshalb ist die Tatsache, daß es Föderationen gibt, eine normale und gesunde. Auf der anderen Seite läßt sich nicht verkennen, daß in manchen Ländern die Meinungsverschiedenheiten nicht so stark differenziert sind, daß man mit aller Gewalt dort Föderationen einführen sollte, wo keine Meinungsdifferenzen unter den Zionisten bestehen, z. B. in Südafrika, wo das einfache Landsmannschaftsprinzip das gesunde und natürliche ist. Dazu kommt, daß in allen Ländern, auch dort, wo das Föderationsprinzip berechtigt ist, gleichzeitig das Landsmannschaftsprinzip auch seine Berechtigung hat, denn die Landsmannschaft ist ein territorialer Verband, ein natürlicher geographischer Verband, und wenn man zugeben mag, daß zwischen Misrachisten, Poale-Zionisten und allgemeinen bürgerlichen Zionisten Unterschiede bestehen, so ergibt die Praxis des täglichen Lebens, daß innerhalb desselben Landes trotzdem alle diese Gruppen sehr häufig gemeinsame Aufgaben haben, die sich am besten durch einen Landesverband lösen lassen. Sprechen wir beispielsweise von dem Abwehrkampf gegen den Antisemitismus, von dem Kampfe gegen die antizionistische, assimilatorische Richtung, so ergibt sich klar, daß innnerhalb eines Territoriums eine Verbindung zwischen den zionistischen Gruppen eines Landes notwendigerweise bestehen muß. Nun ist die Frage, wie man beide Prinzipien verbinden soll. Hier habe ich einen Vorschlag gemacht, der mir für die Zukunft bedeutungsvoll scheint. Ich habe ein Beispiel genannt: der Schekel. Ich bin der Meinung, daß es unpraktisch und zweckwidrig ist, wenn der Schekel von den Fraktionen neben dem allgemeinen Organi- 488

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