Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 487 (sequence 497)
- Language
- German, English, Hebrew
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aus den Schekelgeldern decken. Das wäre auch durchaus erreichbar, wenn wir nicht leider in den Ländern der jüdischen Massensiedlung durch die Entwertung der Valuta vor ganz besondere Verhältnisse gestellt wären; aber wenn wir den alten Schekelpreis zugrunde legen — 1 Mark 1 Shilling —, dann wäre es erreichbar gewesen, daß wir bei der so vermehrten Zahl von Anhängern unsere ganzen Administrativausgaben aus dem Schekel decken. Für die Zukunft sollten wir auch dieses Ziel im Auge behalten, und jetzt schon sollte es klar sein, daß, wenn der Schekel voll abgeführt würde ohne jeden Abzug, wie es das neue Organisationsstatut auch wieder fordert, wir einen großen Teil unserer administrativen Ausgaben aus den Schekelgeldern decken könnten. Darüber wird der Organisationsausschuß berichten. Ebenso wird er Ihnen über andere rein statutarische Dinge Mitteilung machen, die ich daher in diesem Zusammenhang übergehen will. Sie werden die Frage entscheiden, wie oft der Kongreß zusammentreten und welches Wahlsystem eingeführt werden soll. In dem Entwurf der Exekutive wird vorgeschlagen, den Kongreß wie früher alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. In den kongreßlosen Jahren soll die Jahreskonferenz zusammentreten, die aus Mitgliedern der Exekutive, des A. C. und einem Ausschusse des Kongresses bestehen soll. Eine der wichtigsten Fragen ist die nach der Umbildung des A. C. Sie wissen, daß das A. C. in seiner jetzigen Gestalt etwas ganz anderes ist als früher. Durch die Wahl der Jahreskonferenz ist es zu einer Körperschaft von ungefähr 90 Mitgliedern geworden. Das entspricht nicht den praktischen Bedürfnissen der Organisation, insbesondere dann, wenn man außerdem die Jahreskonferenz beibehält, die ja auch aus ungefähr 100 Mitgliedern besteht. Es ist von allen Seiten der Ruf laut geworden, daß wir das alte A. C. in seiner früheren Bedeutung wiederherstellen sollen als eine Körperschaft von etwa 25 Mitgliedern, die imstande sind, wirklich gemeinsam mit der Exekutive zu arbeiten, mehrmals im Jahre zu Sitzungen zusammenzutreten und den Kontaktzwischen der Exekutive und den Landes- und Sonderverbänden herzustellen. Dieses Aktionskomitee kann dann natürlich nicht eine Repräsentanz sämtlicher Gruppen, eine Vertretung aller Länder und Sonderverbände sein, denn deren gibt es allein schon etwa fünfzig. Es muß wirklich eine kleine Körperschaft ausgewählter Zionisten sein, selbstverständlich unter einer gewissen Berücksichtigung des Fraktions- und Landsmannschaftsprinzips. Das heißt, man wird dafür sorgen, daß diese Verbände einige Vertreter haben, im großen und ganzen aber muß es ein Ausschuß sein, der wegen der wirklichen Bedeutung der einzelnen Mitglieder für die Leitung der zionistischen Geschäfte gewählt wird. Dieses Aktions-Comitee bildet zugleich den Aufsichtsrat unserer Bank und die Generalversammlung des Jüdischen National- 487