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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 448

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 448 (sequence 458)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4748-3480892
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Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Ruppin verzichtet auf das Wort. Ich nehme an, daß Herr Dr. Ruppin anläßlich der Debatte über den Bericht der Palästinakommission noch das Wort ergreifen wird. Ehe wir zum nächsten Teil übergehen, gestatte ich mir, Ihnen Folgendes mitzuteilen: Es wird eine Reihe von Anträgen seitens der Palästinakommission gestellt werden. Abgesehen von diesen vielen sachlichen Anträgen übermittelt Ihnen das Präsidium folgenden Antrag: Es ist an Baron Edmund von Rothschild ein Telegramm folgenden Inhalts zu richten (liest): „Im Anschluß an die Palästinaberichte gedenkt der XII. Zionistenkongreß mit großer Anerkennung Ihrer historischen Verdienste für die Kolonisation Erez Israels und Ihres dauernden großen Interesses für das Wiederaufleben unseres Landes. Im Auftrage des XII. Zionistenkongresses: Der Präsident." (Stürmischer Beifall und Händeklatschen). Wenn sich kein Widerspruch erhebt, nehme ich an, daß Sie diesen Antrag akzeptiert haben. (Lebhafte Zustimmung.) Präsident Sokolow (den Vorsitz übernehmend): Hoher Kongreß! Soeben ist vom englischen Minister der Kolonien Mr. Winston Churchill eine Begrüßungsdepesche folgenden Inhalts eingelangt (liest englisch): „Uebermitteln Sie bitte dem Kongreß die herzlichsten Wünsche von Seiner Majestät Regierung, die zuversichtlich glaubt, daß Ihre Bemühungen, Palästina als ein blühendes und glückliches Land wieder aufzubauen, wo Juden und Araber in gleicher Weise an der Sicherung des gemeinsamen Gedeihens zusammenarbeiten, von Erfolg gekrönt sein werden. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Churchill." Hoher Kongreß! Ich bedauere dem Kongresse eine unangenehme Nachricht mitteilen zu müssen. Einer unserer Vizepräsidenten ist von einem Familienunglück betroffen worden. Unser Kollege Farbstein hat soeben die Nachricht vom Ableben seiner Mutter erhalten. Ich stelle fest, daß der Kongreß durch das Erheben von den Sitzen unserem Kollegen sein Beileid und Mitgefühl ausgesprochen hat. Hoher Kongreß! Ich eröffne hiermit den Teil der Sitzung, der den Kulturfragen gewidmet ist. Diesmal wird sich der Kongreß mit Angelegenheiten beschäftigen, die der Entwicklung der hebräischen Kultur dienen. Wir können mit Stolz darauf hinweisen, daß an dieser Sitzung die besten Männer unserer Literatur und unseres Erziehungswerkes teilnehmen. Ich hoffe, daß es auch Herrn Bialik, der in unserer Mitte weilt, möglich sein wird, sich an den Beratungen zu beteiligen. Ich erteile das Wort Herrn Dr. Lurie. Berichterstatter Dr. J. Lurie (hebräisch): Der Zionismus, der eine Revolution in unserem Leben hervorgerufen hat, hat auch unsere Erziehungsarbeit völlig umgestaltet, aber diese Umwandlung vollzog sich durch die Arbeit Einzelner und der Chowewei Zion; in der Zionistischen Organisation gelangte sie sehr spät zur Anerkennung. Die Zionistische Organisation 448

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