Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 439 (sequence 449)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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Die Vereinigung der jüdischen Ingenieurverbände richtet weiter an den Kongreß den Antrag, er möge die Exekutive beauftragen, die Vollendung und die Inbetriebsetzung des Technikums in Haifa im kommenden Jahre zur Durchführung zu bringen. Die Vollendung des Technikums ist eine nationale Ehrenpflicht und ein wertvolles Mittel zur technischen Erschließung des Landes. Außer seinen Unterrichtszwecken wird es der technischen Beratung und technischen Vorbereitungsarbeit der Zionistischen Organisation in Palästina zur Verfügung stehen. Es wird gleichzeitig ein Instrument sein, um die einwandernden, beruflich nicht vorgebildeten Chaluzim durch Erhöhung ihrer handwerklichen Qualifikation ökonomisch wertvoller zu machen. Die Vereinigung jüdischer Ingenieurverbände beantragt: „1. Die in den Etat eingesetzten 15 000 Pfd. äg. für den Bau des Technikums haben unbedingte Prioritätsrechte. 2. Für die Aufbringung der laufenden Mittel wird das Technikum als ein Teil des Universitätswerkes betrachtet. Von den für die Universität eingehenden Geldern soll ein Teil für das Technikum reserviert werden. Beiträge für den Keren Hajessod können speziell dem Technikum gewidmet werden. 3. Unter der Aufsicht und Beteiligung der zionistischen Zentralinstanzen ist baldmöglichst eine besondere Institution (Kuratorium) zu schaffen, die die Aufbringung der laufenden Mittel in die Wege leitet. 4. Dieser Institution obliegt die baldige endgiltige Formulierung des Programms und die umgehende Bestellung des Leiters des Technikums. 5. Die Vereinigung der jüdischen Ingenieurverbände findet in dieser Institution ihre entsprechende Vertretung." Ich muß noch zwei Worte beifügen. In dem Budget, welches 1K Millionen Pfund ausmacht, befindet sich die Summe von 15 000 Pfund. Es ist noch eine Frage, und wir wissen es noch gar nicht, ob wir das ganze Budget bekommen werden. In diesem Falle ist es unbedingt notwendig, daß diese 15 000 Pf., welche als Minimum zur Vollendung des Baues notwendig ist, nicht verkleinert werden. Deshalb bitten wir, daß diese Summe unbedingt die Priorität bekommen soll. Vizepräsident Motzkin: Es ist soeben ein Antrag auf Schluß der Debatte ohne Anhörung der weiteren Redner eingelaufen. (Sehr richtig!) Es sind zirka 30 Redner noch vorgemerkt, vielleicht noch mehr; ich habe die Rednerliste nicht bei der Hand. Der Antrag hat ein Amendement, das dahingeht, daß für Herrn Simon, der sich zu einer kurzen Erklärung zum Worte gemeldet hat, eine Ausnahme gemacht werden solle, ferner für Herrn T r i e t s c h auf 10 Minuten und für Herrn Dr. R u p p i n. Sind Sie mit diesem Antrag einverstanden? (Zustimmung.) Ueberdies hat sich Herr Kaplansky nicht zur Debatte, sondern zu einer kurzen, tatsächlichen Berichtigung, die wahrscheinlich persönlich ist, zum Worte gemeldet. Sind Sie dagegen? (Rufe: Nein!) Dann hat Herr Kaplansky das Wort. Mitglied des A. C. Sal. Kaplansky (Poale Zion, jüdisch): Werter Kongreß! Herr Agronom Dyk hat meinen Namen in Verbindung mit der Entwicklung der kooperativen Kolonie Merchawia genannt. Herr Dyk hat dabei erklärt, daß die Kooperativen in Erez Israel die kommunistische Methode angenommen haben und daß ich zu jenen Führern gehöre, welche die Arbeiter in Merchawia und anderen Kolonien dazu ermutigt haben, zu solchen kommunistischen Formen der Kooperation überzugehen. Zunächst muß ich sagen, daß Herr Dyk beabsichtigt, agitatorisch zu wirken, wenn er ohne Grundlage gegen die kooperativen Kolonien 439