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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 410

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 410 (sequence 420)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4710-3480854
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im Geiste unserer Thora und heiliger Tradition auf dem heiligen Boden der Väter leben als „Am Israel al' pi Tora Israel b' Erez Israel". — (Beifall.) Mitglied des A. C. Adolf Böhm (zur Geschäftsordnung): Ich möchte anfragen, wie die Fortsetzung des Kongresses gedacht ist. Ich kann nicht begreifen, daß, wenn man eine Palästinakommission gewählt hat, man sie daran verhindert, zusammenzutreten. Nach meiner Ansicht wären die Verhandlungen der Kommission abzuwarten. (Sehr richtig!) Jetzt geht das alles vollkommen verloren. Ich möchte daher beantragen, nach diesem Redner die Debatte zu vertagen. Vizepräsident Kaplansky: Das Präsidium bedauert auch, daß die Sitzungen des Kongresses nicht von der nötigen Zahl von Delegierten besucht werden. Der Grund liegt darin, daß, trotzdem das Präsidium ersucht hat, daß, wenn Sitzungen des Kongresses abgehalten werden, nicht auch gleichzeitig Sitzungen der Kommissionen stattfinden, doch heute Nachmittag und noch jetzt am Abend die Kommissionen tagen. Der Vorschlag des Herrn Böhm, einen anderen Punkt auf die Tagesordnung zu stellen, beantwortet daher nicht dieses Problem. Ueber die Organisationsfrage können wir nicht diskutieren. Und was die Frage von Erez Israel betrifft, so ist es der Wunsch eines großen Teiles des Kongresses, daß darüber diskutiert werde. Der Kongreß soll eine kurze, aber prinzipielle Erez Israel-Diskussion hören. Die Kommission soll die Stimmung des Kongresses kennen. Auch haben alle Landsmannschaften und Fraktionen ihre Redner für diese Diskussion angemeldet. Ich kann daher den Antrag des Herrn Böhm nicht zulassen. Mitglied des A.C. Dr. J. M. Bodenheimer (deutsch): Vielleicht empfiehlt es sich, nur bestimmte Anträge zu formulieren und nur zur Begründung der Anträge das Wort zu geben. Vizepräsident Kaplansky: Die von den Rednern gestellten Anträge werden der Kommission übergeben und die Generaldebatte hat nicht den Zweck, daß über einzelne Anträge diskutiert werde. Delegierter Rabb. A. Teitelbaum (Misrachi, Amerika, spricht hebräisch): Ich will mich so kurz als möglich fassen, damit die Debatte kurz wird. Ich will, daß auch die Meinung der Misrachifraktion gehört werde. Wir haben in verschiedenen Referaten vieles über die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Chaluzim gehört, die in Erez Israel leben. Wir haben auch die Referate der Experten gehört und es liegen gewisse Vorschläge vor über die Art und Weise, wie die Arbeit am besten vorgenommen werden könne. Jeder von uns ist stark daran interessiert. Es ist richtig, daß die Chaluzim, welche nach Erez Israel kommen, das Land mit ihrem Schweiße tränken. Wir sehen jede Woche junge Leute hinausfahren, die praktische Arbeit leisten wollen. Die sollen gewiß respektiert werden. Aber wir stellen bei jeder Sache die Kolonien voran. Wenn wir mit den englischen Vertretern über die Araber sprechen, die gegen uns kämpfen, berufen wir uns auf die dort geschaffenen Kolonien. Wir vergessen, daß es in Erez Israel eine Bevölkerung gibt, welche nach dem neuen System und nach den neuen Methoden arbeiten will. Ein großer Teil der Jeschibahleute, welche dort ansässig sind, hat sich in Gruppen zusammengeschlossen und verlangt, daß man ihnen helfe, sich in Kolonien anzusiedeln. Ich glaube, daß das wichtig ist. Wenn wir die Chaluzim, die nach Erez Israel kommen, mit der größten Achtung behandeln, so müssen wir auch andererseits denjenigen die größte Beachtung schenken, die sich dort eingelebt haben, deren Väter und Urväter die ersten Pioniere waren. Wenn 410

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