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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 351

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 351 (sequence 361)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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auf dem schon in unserem Besitz befindlichen Land viele tausende von Familien anzusiedeln. Unsere Nachbarn werden von uns die bessere Ausnützung von Land und Sonne lernen und so von unserer Arbeit profitieren. Zusammenstöße nationalen Ursprungs werden somit vermieden werden können, abgesehen von der Tatsache, daß große Kolonien von etwa 2500 Einwohnern, auf einer kleinen Fläche konzentriert, viel mehr Sicherheit ihren Einwohnern bieten und den Uebelgesinnten Respekt einflößen und so Uebergriffe vermeidbar machen. 2. Kann Palästina trotz seiner Kleinheit vielen neuen Siedlern Raum gewähren und in kürzerer Zeit als bei dem früher geübten System der Kolonisation. 3. Das soziale Problem wird wenigstens auf dem Lande in der Weise gelöst, daß es keine Lohnarbeiter geben wird, die für die andern arbeiten. Die Parzellen werden von einer Größe sein, die der Arbeitskraft des Ansiedlers und seiner Familie entspricht. 4. Große Kolonien können mit Leichtigkeit alle ihre kommunalen Bedürfnisse aus eigenen Mitteln decken. 5. Wir werden in der Lage sein, mittelst der uns zur Verfügung stehenden Summen viel mehr und besser, das ist mit viel größerer Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen oder mit anderen Worten, die Kolonisation wird auch im größten Maßstabe erschwinglich, was sie niemals bei dem alten System sein kann. Diese Vorzüge sprechen eine eindringlich laute Sprache, der unsere Exekutive, wie aus dem mitgeteilten Beschluß, eine Kolonie nach meinem Vorschlag zu errichten, folgt, ihr Ohr hat nicht entziehen können. Wir haben zwar wertvolle Zeit verloren, seitdem diese Ideen der Leitung bekanntgemacht wrurden. Aber es ist hier nicht der Ort, darnach zu suchen, wer hierfür verantwortlich ist. Es ist ein wichtiger Beschluß, der Ihnen hier zur Gutheißung vorgelegt wird. Seine Annahme eröffnet uns begründete Hoffnungen auf ein baldiges jüdisches Palästina. An Ihnen liegt es, den Erfolg der Sache durch Hergabe Ihrer Besten zur Mitarbeit zu sichern. Verlieren wir nunmehr keine Zeit! (Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident M. Berlin (der während vorstehender Ausführungen den Vorsitz übernommen hat): Nach der vom Aktionscomitee festgesetzten Tagesordnung kommen zuerst die Referate zur Verhandlung, dann folgt die Debatte und schließlich die Anfragen. Das Wort zum Bericht über die Einwanderungsfrage hat Herr Dr. Ed er. Mitglied der Exekutive Dr. M. D. Eder: Ich mache aufmerksam, daß sich mein Referat auf Immigration und nicht auf Emigration bezieht. Ich habe das Recht darüber zu sprechen, weil ich zu jenem kleinen Kreis von Chaluzim 351

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