Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 351)
- Language
- German, English, Hebrew
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müssen wir uns anstrengen, soweit als möglich die Sammelmöglichkeiten zu vermehren, damit wir zu großen Eingängen kommen. Sowohl die allgemeinen Spenden des N. F. wie auch die Baumspenden müssen vermehrt werden. Ferner müssen wir — und das möchte ich betonen, obgleich es den N. F. nicht direkt angeht — auch das Kapital der P. L. D. C. (Palestine Land Development Co.), die nach dem letzten Generalversammlungsbeschluß unter die Kontrolle unserer Zionistischen Organisation gekommen ist, und von der wir wünschen, daß sie das einzige, einheitliche Landkaufinstitut unserer-Organisation werden möge, stark vermehren. Denn es geht nicht an, daß der N. F., um überhaupt die Möglichkeit zu haben, nachher teilweise Terrains zu erhalten, die P. L. D. C, wie es bisher geschah, mit größeren Darlehen subventioniert. Sie muß aus eigenen Kräften imstande sein, große Ländereien zu kaufen, von denen sich dann der N. F. das für ihn Passende, für das er ein Vorrecht bekommt, heraussuchen kann. Ferner müssen wir trachten, daß die Hypothekenbank und der Agrarkredit möglichst bald ins Werk gesetzt werden und arbeiten können, denn ohne diese beiden Institutionen kann auch der N. F. nicht mit Erfolg arbeiten. Er soll Land kaufen. Das Land muß aber in irgend einer Weise benützt werden, es muß kolonisiert werden, und kolonisieren kann man es nur dann, wenn ein Agrarkredit besteht, und die Hypothekenbank leistungsfähig ist. So sehen Sie, daß alle Institutionen im Zusammenhange stehen. Wir müssen sie alle kräftig entwickeln. Und es hat keinen Zweck, die eine groß machen zu wollen und die andere zu vernachlässigen. Es muß alles Hand in Hand miteinander gehen und es wird Sache des Kongresses sein, alle diese Institutionen dadurch zu verknüpfen, daß sie alle durch Governors geleitet werden und durch häufige Zusammenkünfte dieser im engsten Zusammenhang miteinander stehen. Gelingt es uns, diese verschiedenen Faktoren der Kolonisation groß zu machen ,so glaube ich, daß wir in wenigen Jahren in der Lage sein werden, ein ganz anderes Bild von der städtischen und ländlichen Kolonisation Palästinas einem späteren Kongresse vorzuführen. (Großer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Louis Lipsky: Zu einigen geschäftlichen Mitteilungen erteile ich Herrn Dr. Korngrün das Wort. Schriftführer Delegierter Dr. Korngrün: Die Sitzung der Kolonisationssubkommission findet im Zimmer 54 statt, der Immigrationskommission im Zimmer 53, der Kulturkommission im Zimmer 74, der sanitären Kommission im Zimmer 71 und zwar alle morgen vormittag um 10 Uhr 30 Minuten. Die deutsche Landsmannschaft hält Mittwoch um 9 Uhr, vormittags im Zimmer 52 eine Sitzung. Tagesordnung: Organisationsfragen. Die M i s r a c h i - Delegierten versammeln sich morgen früh um 9 Uhr im Bayrischen Hof. 341